Gesundheit geht vor: Christoph Strasser muss das Transcontinental Race 2026 abbrechen

Copyright: Privat - Christoph Strasser musste das TCR 2026 leider aufgeben
Copyright: Privat - Christoph Strasser musste das TCR 2026 leider aufgeben

Bitterer Rückschlag beim Ultra-Saisonhighlight: Nach rund 1.900 absolvierten Kilometern muss Christoph Strasser das Transcontinental Race vorzeitig beenden. Der zweifache TCR-Sieger lag bei der diesjährigen Auflage von Trondheim nach Griechenland aussichtsreich im Spitzenfeld, ehe eine Infektion ein Weiterfahren unmöglich machte.

Dabei hatte die fünfte Teilnahme für den Steirer nach den Erfolgen bei „Rund um Sachsen“ und dem „Unknown Race“ gewohnt stark begonnen. Nach der Fahrt durch Norwegen und Schweden entschied Strasser das strategisch wichtige Wettrennen um die Fährverbindungen gen Festland für sich.

 

„Es war ziemlich monoton durch Südschweden. Aber dann hat das Rennen vor der letzten Fährenüberfahrt von Schweden nach Polen an Brisanz gewonnen. Eigentlich wollte ich das Boot in der Nacht um 2 Uhr früh erwischen. Dann merkte ich, dass ich schneller bin, und wollte um 22:30 Uhr einsteigen. Dann war ich noch schneller und erreichte schließlich die um 20:30 Uhr. obwohl es kurz vor dem Hafen mit dem Zeitdruck extrem stressig war, hinzu kam ein Unwetter und dann hatte ich zehn Kilometer vor dem Hafen noch einen platten Reifen. So gut es vorgestern lief, so schlecht ging es dann gestern in Polen mit heftigem Regen weiter“.

 

Klare Zeichen des Körpers

In Nordpolen steuerte Strasser völlig erschöpft ein Hotel an und kaufte sich auf dem Weg eine Apotheke. Die Messung bestätigte den Verdacht auf einen Infekt. Neben erhöhter Temperatur machten ihm Husten und Darmprobleme zu schaffen.

 

„Im Hotelzimmer war klar, dass ich überhöhte Temperatur habe. In Polen über die flachen Straßen lief es eigentlich ganz gut, aber sobald ein Hügel kam, konnte ich meine 200 Watt nicht mehr fahren; ich war so kurzatmig. Bei so einem Rennen fühlt man sich nie gut und ich kenne viele Schwächephasen und weiß, wie sich verschiedene Phasen anfühlen. Aber jetzt ist es eine richtige Krankheit“.

 

Auch im Umfeld gab es keinen Zweifel an der Richtigkeit des Entschlusses. „Eine Weiterfahrt wäre sinnlos gewesen. So wichtig der Sport ist, die Gesundheit steht immer an oberster Stelle“, betonte seine Lebensgefährtin Sabine Prager. Für Strasser steht nun die vollständige Genesung vor der Rückreise im Vordergrund.

 

 

www.christophstrasser.at

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