Sturz und Sieg in Windhaag: Mona Mitterwallner holt wichtiges Selbstvertrauen für Leogang

 Mona zuletzt beim Weltcup in Nove Mesto /Copyright: Mondraker Factory Racing
Mona zuletzt beim Weltcup in Nove Mesto /Copyright: Mondraker Factory Racing

Mona Mitterwallner hat mit einem spontanen Erfolg beim Int. Raiffeisen Österreich Grand Prix in Windhaag ein wichtiges Ausrufezeichen gesetzt. Nach einem eher durchwachsenen Saisonstart im Mountainbike-Weltcup nutzte die Silzerin das C1-Rennen im Mühlviertel, um dringend benötigte UCI-Punkte für die Startaufstellung beim anstehenden Heim-Weltcup zu sammeln. Trotz eines heftigen Sturzes sicherte sie sich den Sieg und blickt nun wieder optimistisch auf die kommenden Aufgaben.

Die Strecke in Windhaag präsentierte sich anspruchsvoll und hielt für die Fahrerinnen extreme Bedingungen bereit. Die Kombination aus rutschigen Passagen und trockenem Untergrund verlangte volle Konzentration. Mitterwallner erwischte dabei keinen fehlerfreien Lauf. In einer Schlüsselpassage verlor sie die Kontrolle über ihr Arbeitsgerät und ging zu Boden. Der Aufprall war so heftig, dass ihr Kopfschutz den Sturz zwar abfing, aber komplett zertrümmert wurde. Die Tirolerin ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen, saß schnell wieder auf dem Rad und setzte das Rennen unbeirrt fort. Am Ende reichte es für einen Erfolg vor ihren Landsfrauen Antonia Grangl, die mit einem Rückstand von 20,9 Sekunden ins Ziel kam, und Sophia Knaubert.

 

Der Abstecher zum C1-Rennen war eine Reaktion auf die magere Ausbeute bei den ersten beiden Weltcup-Stationen. In Südkorea kam die Ex-Weltmeisterin mit den extremen Schlammbedingungen nicht zurecht, bei denen weite Passagen laufend statt im Sattel bewältigt werden mussten. Beim darauffolgenden Stopp in Nove Mesto warf sie ein plattgedrückter Reifen frühzeitig aus dem Kampf um die Spitzenplätze. Der Start in der Heimat, wo sie zuletzt im Jahr 2017 an der Startlinie stand, erfüllte somit vorwiegend einen strategischen Zweck im Hinblick auf das Saison-Highlight in Leogang.

 

„Zuletzt lief es im MTB-Weltcup nicht nach Wunsch. In Südkorea kam ich mit den Bedingungen (mehr Laufen als Radfahren wegen Schlamm) nicht zurecht und in Nove Mesto hatte ich nach einem platten Reifen keine Chance auf ein Top-Ergebnis. Um UCI-Punkte für die Startposition in Leogang zu holen, entschied ich mich für den Start in Windhaag. Und es hat Spaß gemacht, viele Kolleg:innen wieder mal zu sehen und in der Heimat ein Rennen zu fahren.“

 

„Es war rutschig und trocken. Bei einer schwierigen Stelle stürzte ich und zertrümmerte dabei meinen Helm. Aber es ist zum Glück nichts passiert und ich konnte weiterfahren. Ich freue mich über den Sieg und jetzt heißt es konsequent Richtung Heim-Weltcup vorbereiten.“

 

Zusammenfassung

  • Athletin: Mona Mitterwallner (Cannondale Factory Racing)

  • Rennen: Int. Raiffeisen Österreich Grand Prix Windhaag (C1-Kategorie)

  • Ergebnis: Platz 1 (vor Antonia Grangl und Sophia Knaubert)

  • Nächstes Event: MTB-Weltcup Leogang (11. bis 14. Juni 2026)

  • Bezugsquellen: Rennergebnisse über die offiziellen UCI-Kanäle erhältlich

Dass Mitterwallner den Kopf trotz der Rückschläge und des gecrashten Helms nicht hängen lässt, zeigt ihre mentale Stärke. Ein spontaner Start bei einem kleineren C1-Rennen ist genau der richtige Schachzug, um den Rhythmus wiederzufinden. Ob die ergatterten Punkte ausreichen, um sich in Leogang gegen die absolute Weltelite in der ersten Startreihe zu positionieren, wird sich zeigen. Der Grundstein für ein erfolgreiches Heimspiel ist gelegt, und die Konkurrenz weiß, dass mit der Tirolerin wieder zu rechnen ist.

 
Homepage: monamitterwallner.at

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