
Wer bislang an MAXX Bikes dachte, dachte an Aluminium. Das soll sich ändern: Der Rosenheimer Fahrradhersteller kündigt den Einstieg in die Carbon-Fertigung an – und macht gleichzeitig klar, dass er das nicht auf die leichte Schulter nimmt. Mit Kilian Brunnlechner kommt ein erfahrener R&D-Kopf an Bord, der weiß, was es bedeutet, Carbon-Rahmen zur Serienreife zu bringen. Dazu gibt es eine neue Nasslackieranlage am Standort Rosenheim. Das klingt nach mehr als einem symbolischen Schritt.
Carbon als nächste Stufe – nicht als Ersatz
MAXX betont: Das bewährte Aluminium-Sortiment bleibt die Basis. Carbon kommt als Erweiterung – für ein neues Leistungssegment, das andere Fahrertypen anspricht und andere Anforderungen stellt.
Geschäftsführer Andreas Weigl erklärt den Schritt so:
„Unser Aluminium-Sortiment bleibt die starke Basis, auf der wir aufgebaut haben. Carbon ist der konsequente nächste Schritt, um Radfahrern künftig noch mehr Auswahl und Performance zu bieten. Mit Kilian gewinnen wir genau den Entwickler, der beide Welten versteht und unser Portfolio gezielt weiterdenken kann."
Das ist eine klare Positionierung: kein Umschwenken, sondern Erweiterung. Für den Kunden bedeutet das mehr Auswahl – vorausgesetzt, die Carbon-Modelle halten, was die Ankündigung verspricht.

Kilian Brunnlechner: Ein R&D-Kopf mit Leistungsausweis
Die Wahl des neuen Head of Research & Development ist kein Zufallstreffer. Kilian Brunnlechner war zuletzt bei Syntace und Liteville tätig – zwei Marken, die im Performance-Segment für hohe Ansprüche an Material und Fahrverhalten bekannt sind. Dort brachte er das Liteville 301CE – das erste E-Bike der Marke – zur Serienreife und entwickelte mit dem 301CL eines der leichtesten Trailbikes auf dem Markt. Anschließend verantwortete er bei M1 Sporttechnik die Koordination zwischen Entwicklung, Produktion, Einkauf und Marketing.
Brunnlechner selbst sagt zu seinem Wechsel:
„Ich freue mich sehr, mit der Maxx Bikes & Components GmbH einen Hersteller hochwertiger Fahrräder gefunden zu haben, bei dem ich meine Erfahrung gezielt einbringen kann. Mein Fokus liegt darauf, gemeinsam mit Maxx innovative und leistungsstarke Modelle zu entwickeln und das Portfolio gezielt weiterzuentwickeln."
Wer Liteville und Syntace kennt, weiß: Brunnlechner ist kein Theoretiker. Er hat komplexe Entwicklungsprojekte durch alle Phasen bis zur Serienproduktion begleitet – genau das, was MAXX für den Carbon-Einstieg benötigt.
Neue Nasslackieranlage in Rosenheim: Individualisierung als Wettbewerbsvorteil
Parallel zur personellen Verstärkung investiert MAXX in die eigene Fertigungstiefe. Am Standort Rosenheim wurde ein professioneller Nasslackier-Meisterbetrieb aufgebaut, der künftig individuelle Lackierungen für Carbonrahmen ermöglicht. Verantwortlich ist Lackiermeister Peter Kretschmer.
Was das konkret bedeutet:
- Spezifische Autofarben, Unternehmensfarben oder vollständig individuelle Farbtöne
- Nahezu unbegrenzte Möglichkeiten in der Oberflächengestaltung
- Qualitätssicherung direkt am Standort – ohne externe Dienstleister
Das ist nicht nur ein Marketingargument. Wer Carbonrahmen im eigenen Haus lackieren kann, behält die Kontrolle über Qualität, Lieferzeiten und Individualisierungsgrad. Für Kunden, die ein wirklich persönliches Bike wollen, ist das ein echtes Alleinstellungsmerkmal.

Fazit
MAXX Bikes macht ernst: Der Carbon-Einstieg ist kein Testballon, sondern ein durchdachter Schritt – mit dem richtigen Personal, der richtigen Infrastruktur und einer klaren strategischen Richtung. Was noch fehlt, sind konkrete Modelle, Preise und Verfügbarkeitsdaten. Die kommen – und dann wird sich zeigen, ob die Ankündigung hält, was sie verspricht. Wir bleiben dran.
Mehr Informationen: www.maxx-bikes.de

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