Internationale Radlogistik: Ernst Brust begleitet Lastenradprojekt in Südafrika

Die Vision einer nachhaltigen Radlogistik expandiert zunehmend über die europäischen Grenzen hinaus. Ein wegweisendes Beispiel für diese Entwicklung ist das Projekt „E-Cargo Cycling – Made for Stellenbosch“ in Südafrika. Ziel des Vorhabens ist es, in der Universitätsstadt Stellenbosch ein ganzheitliches Mikrologistiksystem auf Basis elektrisch unterstützter Lastenräder zu etablieren.

Um die technische Sicherheit und Langlebigkeit des Systems zu gewährleisten, wurde Ernst Brust, Vorstandsvorsitzender des Radlogistikverbands Deutschland (RLVD) und renommierter Sachverständiger für Mikromobilität, in den internationalen Projektbeirat berufen.


Ein holistischer Ansatz für urbane Mikrologistik

Das Projekt konzentriert sich auf die Verbindung von Townships, Innenstadt und touristischen Regionen. Dabei geht es nicht allein um die Bereitstellung von Fahrzeugen, sondern um den Aufbau einer kompletten Infrastruktur. Der Fokus liegt auf einem System, das ökologische, wirtschaftliche und soziale Synergien schafft.

Die wesentlichen Eckpfeiler des Projekts umfassen:

  • Lokale Produktion: Entwicklung und Fertigung von E-Lastenrädern direkt vor Ort.

  • Erneuerbare Energien: Aufbau einer dezentralen Ladeinfrastruktur auf Solarbasis.

  • Qualifizierung: Ausbildung lokaler Mechanikerinnen und Mechaniker für Wartung und Service.

  • Soziale Integration: Schaffung neuer Arbeitsplätze und die gezielte Einbindung von Frauen in die Nutzung der Cargo-Bikes.

Deutsche Expertise für globale Herausforderungen

Ernst Brust bringt seine langjährige Erfahrung in den Bereichen technische Sicherheit, Konstruktion und Betriebssicherheit in den Beirat ein. Besonders in Regionen mit anspruchsvollen klimatischen Bedingungen und schwierigen Straßenverhältnissen ist eine praxisnahe Anpassung der Technik entscheidend. Brust betont, dass Fahrzeuge und Wartungsstrukturen exakt auf die realen Einsatzbedingungen vor Ort abgestimmt sein müssen, um im Dauereinsatz bestehen zu können.

 

Skalierung und internationale Kooperation

Nach einer erfolgreichen Pilotphase, in der Prototypen und Nutzergruppen getestet wurden, zielt die aktuelle zweite Phase auf den Ausbau tragfähiger Geschäftsmodelle ab. Das Projekt wird von der Innovationsmanufaktur München unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Eckehard „Fozzy“ Moritz koordiniert. Zu den Unterstützern zählen namhafte Institutionen wie das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz sowie die GIZ.

 

Das bis Ende 2026 laufende Projekt soll als Modell für andere weltweit wachsende Städte dienen, in denen Cargo-Bikes eine zentrale Rolle im effizienten Kurzstrecken- und Verteilerverkehr übernehmen können.

 

Weitere Informationen unter www.rlvd.de und www.innovationsmanufaktur.com.

 

Quelle: www.velotech.de / Ernst Brust

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