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Grandiose Aufholjagd von Eva Lechner

Foto (Eva Lechner/Facebook): Lachender Blick nach vorne: Eva Lechner ist in die MTB-Weltcupsaison 2018 gestartet
Foto (Eva Lechner/Facebook): Lachender Blick nach vorne: Eva Lechner ist in die MTB-Weltcupsaison 2018 gestartet

Eva Lechner ist weltweit die Nummer Vier im Cross. Ein Ergebnis, das sich sehen lässt. Und die Südtirolerin will 2018 auch im Cross-Country, sprich auf dem Mountainbike zu alten Erfolgen fahren. Im südafrikanischen Stellenbosch ging es am Wochenende erstmals im MTB-Weltcup zur Sache. 

Eva Lechner ist Italiens beste Mountainbikerin. Und in der Cross-Welt ein Star. Das belegen die konstanten Erfolge in der Weltcupsaison 2017-2018. Zum Ende gab es einen zweiten Platz im Weltcup in Hoogerheide (Niederlande) mit nur 10 Sekunden Rückstand auf Weltcupsiegerin und Weltmeisterin Sanne Cant aus Belgien und Platz sieben bei den Weltmeisterschaften. Eva Lechner kann sich vorstellen, sich zukünftig noch mehr auf die Cross-Bewerbe zu fokussieren. Die Erfolge sind motivierend und Eva Lechner im Norden ein Star: „Zehntausende verfolgen die Rennen in Holland und Belgien live an der Strecke und kennen alle Fahrerinnen“, sagt die Südtirolerin begeistert und ergänzt: „Aber auch auf dem Mountainbike fühle ich mich wohl. Und ich möchte endlich wieder an die alte Erfolge anknüpfen.“ Im ersten Weltcuprennen in Südafrika hat Eva Lechner eben dies versucht.

 

Am Ende war es ein mehr als schwerer Start. War die Südtirolerin in Diensten des amerikanischen Clif Pro-Teams bei der Cross-WM noch die Erste nach dem Start und führte das Rennen an, so war es in Südafrika genau umgekehrt. Eva Lechner kam abgeschlagen als 34. aus Runde eins. Eigentlich ist das nicht mehr aufzuholen. Doch was Eva Lechner auszeichnet, sind ihr Ehrgeiz und Durchhaltevermögen, auch und gerade wenn es schwierig wird. So geschehen in Stellenbosch. Unbeeindruckt von ihrem Rückstand holte die 33-jährige konstant auf und fuhr in Richtung Top-Zwanzig. Am Ende war es Rang 17 mit einem Rückstand von vier Minuten und 20 Sekunden auf die Siegerin Annika Langvad aus Dänemark, gefolgt von der Französin Pauline Ferrand Prevot und der Niederländerin Anne Tauber, die Helen Grobert (Deutschland), Maja Wloszczowska (Polen) und Weltmeisterin Jolanda Neff (Schweiz) auf die Plätze verwies. Deutschlands MTB-Legende Sabine Spitz kam auf den achten Platz.

 

Bis zum nächsten Weltcupeinsatz folgt nun eine längere Pause. Am Wochenende des 19. Mai 2018 findet im deutschen Albstadt das nächste UCI-Rennen der Weltcupserie statt. Dort wird auch Eva Lechner wieder dabei sein und sich von ihrer besten Seite zeigen. Nach einigen Tagen Erholung, lokalen Renneinsätzen und intensiven Trainingseinheiten, auch in der Sonne Südtirols.

 

Text (exklusiv für VeloTOTAL): Dr. Josef Bernhart