Deutscher Fahrradpreis 2026: Die Top-5-Projekte stehen fest

Der Wettbewerb um den Deutschen Fahrradpreis 2026 hat eine entscheidende Etappe erreicht. Eine Fachjury hat aus insgesamt 123 Bewerbungen die jeweils fünf stärksten Projekte in den Kategorien Infrastruktur, Service & Kommunikation sowie Ehrenamt ausgewählt. Im Fokus der Bewertung standen dabei die Innovationskraft, die Aktualität sowie der Beitrag zu einer sicheren und nachhaltigen Mobilität.

Die Finalisten der drei Kategorien

1. Infrastruktur

In dieser Kategorie werden bauliche Maßnahmen und Konzepte zur Verbesserung des Radverkehrsnetzes gewürdigt: 

 

  •  Realexperiment Komfortables Kopfsteinpflaster (Brandenburg): Untersuchung zur fahrradfreundlichen Aufbereitung historischer Beläge mittels Diamantfräsen.

     

  •  Fahrradstraße Quellenweg in Oldenburg (Niedersachsen): Eine Verbindung mit integrierten Regenampeln und Klimaanpassungsmaßnahmen.

     

  •  Bodensee-Fahrradstraße Lindau (Bayern): Eine 5,5 Meter breite Premium-Radverkehrsachse für Alltags- und Touristikverkehr.

     

  •  MoveIN - Radparkhaus Stadthausstraße (NRW): Ein Projekt in Hamm, das studentisches Wohnen mit rund 300 Fahrradstellplätzen kombiniert.

     

  •  Radwegekontrolleur mit Bike Safety (Baden-Württemberg): Einsatz eines speziellen E-Fahrzeugs in Reutlingen zur Überprüfung und direkten Mängelbehebung im Radnetz.

2. Service & Kommunikation

Hier stehen innovative Informationsangebote und Dienstleistungen im Mittelpunkt: 

 

  • Sanierung bei Wurzeleinwuchs (Schleswig-Holstein): Bundesweit erste Handlungsempfehlung für den Umgang mit wurzelgeschädigten Radwegen.

     

  •  VelObserver für Schulen (Bayern): Eine durch Jugendliche entwickelte App zur Bewertung und Planung sicherer Schulwege.

     

  •  Digitales Radverkehrsnetz (Berlin): Vollständige digitale Erfassung des Radvorrangnetzes mittels 360°-Kameratechnik.

     

  •  Der Radweg - Planung mit Kids (Hessen): Einbezug von Grundschulkindern in Twistetal in den Bau eines neuen Radwegs.

     

  •  Fahrradcheck zum Saisonstart (Baden-Württemberg): Betriebliche Mobilitätsförderung durch professionellen Wartungsservice am Arbeitsplatz bei der Schwarz Gruppe.

3. Ehrenamt

Ausgezeichnet werden Initiativen, die durch herausragendes Engagement überzeugen: 

 

  • Kinder aufs Rad! Schulstraßen (NRW/Bundesweit): Eine Kölner Initiative zur Etablierung sicherer Schulstraßen.
     

  •  DIY-Bikepark (Bremen): Ein durch Jugendliche und Crowdfunding gestalteter Bikepark auf einer urbanen Brachfläche.

     

  •  10.000 Fahrräder für Mobilität (Bayern): Zehn Jahre Engagement des GESTA e.V. für gesellschaftliche Teilhabe durch Fahrradspenden und Trainings.

     

  •  Fahrräder für Bedürftige (Hamburg): Aufbereitung gespendeter Räder für Menschen mit geringem Einkommen durch den Verein Westwind. 

  •  Radfahren digital (wieder)entdecken (Niedersachsen): Ein Projekt in Ostfriesland, das Menschen mit Mobilitätseinschränkungen digitale Raderlebnisse ermöglicht. 

Preisverleihung

Die endgültigen Preisträger werden am 20. Mai 2026 auf dem AGFS-Kongress in Düsseldorf feierlich bekannt gegeben. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 15.000 EUR vergeben.

 

Der Deutsche Fahrradpreis ist eine Initiative des Bundesministeriums für Verkehr und der AGFS NRW, unterstützt durch den ZIV und den VSF.

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