
Es ist bald wieder diese Zeit im Jahr, in der gestandene Erwachsene vor einer gefrästen Aluminium-Nabe in Schnappatmung verfallen, als hätten sie gerade das Bernsteinzimmer im Keller eines Düsseldorfer Industriebaus entdeckt. Vom 20. bis 22. März verwandelt die Cyclingworld Europe das Areal Böhler wieder in das Mekka derer, für die „Kette rechts“ keine politische Gesinnung, sondern ein Lebensentwurf ist.
Jedes Jahr das gleiche Spiel: So ein verkackter Mist! Jetzt müssen wir da schon wieder hin! Soll ich denn schon wieder Räder ordern?! Und dann gibt es noch nicht mal was Spannendes zu sehen! Und der Laden?! Wer kümmert sich um den Laden?! Ohne mich läuft hier doch gar nix!“ So oder so ähnlich lamentiert mein Mann Greg jedes Jahr, kurz bevor wir zur Eurobike fahren.
Als vorbildlicher Verkäufer fährt man eigentlich nur Marken aus dem eigenen Sortiment. Aber wenn keiner hinguckt, muss man kein Vorbild sein.
Wie erlebt eigentlich ein Händler seine Kunden?
Greg Delgado beschreibt seinen Alltag als Fahrradhändler. Alle Personen und Handlungen sind frei erfunden. Zumindest behauptet das der Autor.