Der Bundesverband Zukunft Fahrrad bekommt Verstärkung aus der Praxis. Mit dem Serviceanbieter SMARTVÉLO und dem Infrastruktur-Spezialisten PowerShelter treten zwei Unternehmen dem Verband bei, die unterschiedliche Schwerpunkte in der urbanen Mobilität setzen. Die Neuzugänge zeigen, dass der Ausbau der Radinfrastruktur längst über den reinen Fahrradverkauf hinausgeht und zunehmend von Dienstleistungen sowie sicherer Ladeinfrastruktur getrieben wird.
Vom mobilen Service zum eigenen E-Bike-Angebot
SMARTVÉLO wurde 2020 von Henry Horn, Anna Essers und Konrad Essers mit dem Ziel ins Leben gerufen, Fahrradreparaturen mobil und unkompliziert anzubieten. Aus dem ursprünglichen Reparaturservice hat sich mittlerweile ein Anbieter entwickelt, der eigene E-Bike-Modelle vertreibt und diese mit Wartungspaketen kombiniert. Nach Unternehmensangaben sind tausende dieser Fahrzeuge in Deutschland, Kroatien und den Niederlanden unterwegs, wobei auch der gewerbliche Einsatz einen Schwerpunkt bildet.
Brandschutz und Ladeinfrastruktur für Akkus
Der zweite Neuzugang, PowerShelter aus Amsterdam, befasst sich mit der Ladeinfrastruktur für Mikromobilität. Das Unternehmen entwickelt brandschutzgeprüfte Lade- und Tauschschränke für E-Bike- und Scooter-Akkus. Die typenoffenen Systeme richten sich an Flottenbetreiber, Sharing-Anbieter sowie Immobilieneigentümer in bisher elf Ländern, die sichere Lademöglichkeiten auf ihren Flächen bereitstellen wollen.
Wasilis von Rauch, Geschäftsführer von Zukunft Fahrrad, äußert sich zum Beitritt der beiden Unternehmen wie folgt:
„Guter Service und Innovationen für die Elektrifizierung des Radverkehrs senken Hürden für Menschen, aufs Rad zu steigen. Ob unkomplizierte Reparaturen, flexible Ladeinfrastruktur oder maßgeschneiderte Räder – die Fahrradwirtschaft schafft Lösungen für alle Bedarfe. Als ihre politische Vertretung arbeiten wir für Rahmenbedingungen, die diese Ansätze fördern und so Märkte, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland stärken.“

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