
Der ADFC Bayern stellt die Weichen für die Zukunft: Auf der Landesversammlung in Regensburg wurden wegweisende Reformen verabschiedet, die den Verband jünger, weiblicher und schlagkräftiger machen sollen. Während intern mit einer paritätischen Doppelspitze und einem neuen Jugendverband modernisiert wird, geht es extern vor allem um handfeste Verbesserungen für den Alltag: Sicherere Schulwege durch temporäre Straßensperrungen und endlich praxistaugliche Rampen an Bahnhöfen stehen ganz oben auf der Agenda.
Struktur-Update: Junger ADFC und Doppelspitze
Der Verband verankert den „Jungen ADFC Bayern“ fest in seiner Satzung. Damit bekommt der Nachwuchs eine rechtlich verbindliche Grundlage und – was besonders wichtig ist – einen festen Sitz im Landesvorstand. Parallel dazu führt der ADFC eine paritätische Doppelspitze ein. Künftig wird der Landesvorstand von zwei Personen geleitet, von denen mindestens eine weiblich sein muss.
Eva Mahling, Vorsitzende des ADFC Bayern, betont die Notwendigkeit dieser Schritte:
„Mit den heutigen Beschlüssen schaffen wir die strukturellen Grundlagen für einen ADFC Bayern, der modern aufgestellt ist und alle Generationen einbindet. Die paritätische Doppelspitze im Vorstand setzt ein deutliches Zeichen für Gleichberechtigung.“
Barrierefreiheit: Weg mit den „Fahrrad-Rinnen“
Ein großes Ärgernis für viele Radler sind die schmalen Schienen an Bahnhofstreppen. Diese sind für schwere E-Bikes oder Lastenräder oft vollkommen unbrauchbar. Der ADFC fordert daher eine Änderung der DB-Richtlinien:
- Forderung: Ersatz der Schieberinnen durch bündig eingelassene Rampen.
- Vorteil: Auch Kinderwagen und Rollkoffer können diese nutzen, was die oft überlasteten oder defekten Aufzüge entlastet.
- Sicherheit: Schulstraßen statt Elterntaxis
- Um das Chaos vor Schulen zu bändigen, setzt sich der ADFC für bayerische Schulstraßen ein. Das bedeutet: Straßen werden zu Schulbeginn und -ende temporär für den Autoverkehr gesperrt. Ein bayernweiter Leitfaden soll den Kommunen helfen, diese Zonen unkompliziert einzurichten, damit Kinder sicher und selbstständig zur Schule kommen können.
Fazit
Der ADFC Bayern zeigt, dass er bereit ist, alte Zöpfe abzuschneiden und sich für eine moderne, inklusive Mobilität einzusetzen. Besonders der Druck auf die Deutsche Bahn und die Forderung nach rechtssicheren Schulstraßen sind längst überfällige Schritte für die Verkehrswende im Freistaat.
Mehr Informationen unter: www.bayern.adfc.de

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