
Drei Tage, eine verwandelte Innenstadt und tausende Testfahrten – das 9. DEW21 E-BIKE Festival Dortmund hat einmal mehr bewiesen, dass E-Bike-Events weit mehr sein können als Messen mit Probefahrtcharakter. Zwischen Reinoldikirche, Altem Markt und Kleppingstraße entstand ein urbaner Erlebnisraum, der Menschen zusammenbrachte, die nachhaltige Mobilität nicht nur diskutieren, sondern einfach ausprobieren wollen.
Testfahrten als Herzstück
Das Kernformat des Festivals funktioniert seit Jahren – und das nicht ohne Grund: Hunderte E-Bikes aus den unterschiedlichsten Kategorien standen zum Ausprobieren bereit, vom sportlichen Trail-Modell bis zum alltagstauglichen City-Bike. Was den Unterschied macht, ist der Ort: im echten Stadtverkehr, auf echten Straßen, mit direkter Beratung durch die Aussteller vor Ort. Das ist ein anderes Kaliber als eine Messehalle.
Rahmenprogramm mit Substanz
Wer nur wegen der Testfahrten kam, hat einiges verpasst. Das Rahmenprogramm war dieses Mal besonders vielfältig:
- Geführte Touren durch Stadt, Natur und Industriekultur zeigten Dortmund aus ungewohnten Perspektiven
- CargoBike Polo sorgte für Unterhaltung und zog auch Nicht-Radfahrer ins Geschehen
- Kettenkino als gemeinschaftliches Format – ungewöhnlich, aber gut angenommen
- Mountainbike-Trial-Shows mit dem österreichischen Profi Dominic Raab: technische Präzision, spektakuläre Manöver – und ein Publikum, das sichtlich begeistert war.
E-Bike trifft E-Auto: Škoda als Mobilitätspartner
Interessant war der Ansatz von Hauptsponsor Škoda: Die Test Drives mit den Modellen Enyaq und Elroq starteten direkt vom Festivalgelände und brachten E-Bike und E-Auto in einen gemeinsamen Erlebniskontext. Das ist kein neues Konzept – aber es funktioniert, wenn es gut eingebettet ist. Die hohe Nachfrage spricht für sich.
Was bleibt
Der Alte Markt als kommunikatives Zentrum, verkaufsoffener Sonntag mit entsprechenden Besucherströmen, Innenstadtflair und Expo in einem – das Festival hat sich über neun Ausgaben hinweg ein klares Profil erarbeitet. Es ist kein Nischenevent mehr, sondern ein urbanes Mobilitätsfest mit echtem Publikum.
„Seit der Premiere im Jahr 2016 hat sich Dortmund auch zehn Jahre danach einmal mehr als starker Standort für innovative Mobilitätskonzepte präsentiert. Das Festival hat nicht nur begeistert, sondern auch Perspektiven eröffnet – für eine Zukunft, die sich zunehmend elektrisch, flexibel und gemeinschaftlich bewegt."
Anika Stephan, Projektleitung PLAN B Sportmarketing
Fazit: Das DEW21 E-BIKE Festival Dortmund zeigt, wie ein Stadtfest rund ums E-Bike aussehen kann, wenn es konsequent auf Erlebnis statt Ausstellungsfläche setzt. Ob das Format auch in Zukunft so stark bleibt, hängt davon ab, wie sich das Ausstellerfeld und die Besucherzahlen entwickeln – Zahlen dazu nennt die Pressemitteilung leider nicht. Die Stimmung jedenfalls war offenbar da. Das nächste Festival kommt bestimmt.
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