Das Bundeskabinett hat das neue Klimaschutzprogramm verabschiedet. Um die gesetzlich verankerten Klimaziele bis 2030 zu erreichen, investiert der Bund acht Milliarden Euro in insgesamt 67 zusätzliche Maßnahmen. Davon profitiert auch der Radverkehr, allerdings mit einem Wermutstropfen: Die zugesagten Mittel fließen erst gegen Ende des Jahrzehnts.
Die Eckpunkte für den Radverkehr:
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Finanzvolumen: Insgesamt 349 Millionen Euro werden zusätzlich für die Radverkehrsförderung bereitgestellt.
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Zeitplan: Die Investitionen sind erst für die Jahre 2029 und 2030 vorgesehen.
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Ziel: Ausbau der Radinfrastruktur, um mehr Menschen den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad zu ermöglichen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Kritik und Forderungen aus der Branche Wa
silis von Rauch, Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Zukunft Fahrrad, bewertet das Programm zwiegespalten. Einerseits wertet der Verband die zusätzliche Förderung als Erfolg seiner Lobbyarbeit, andererseits werden der späte Zeitpunkt der Mittelbereitstellung sowie aktuelle Kürzungen kritisiert.
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Infrastruktur als Nadelöhr: Fehlende oder unsichere Wege seien nach wie vor der Hauptgrund, warum viele Menschen nicht auf das Rad umsteigen. Von Rauch fordert, dass Kommunen personell und finanziell besser ausgestattet werden, um die Mittel auch effizient verbauen zu können.
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Kürzungen im Kernhaushalt: Der Verband kritisiert, dass im laufenden Jahr die Mittel für Radwege an Bundesstraßen gekürzt wurden. Hier müsse die Bundesregierung den „Rotstift durch einen grünen Stift ersetzen“.
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Fokus auf E-Bikes: Angesichts der Energiekrise und der notwendigen Ressourcenwende fordert Zukunft Fahrrad eine Gleichstellung des E-Bikes bei der Förderung der E-Mobilität. Ein Umstieg müsse für alle Einkommensgruppen attraktiv gestaltet werden.
Fazit:
Das Klimaschutzprogramm 2026 erkennt die Rolle des Fahrrads für die Verkehrswende formal an. Doch für die Branche und den Klimaschutz kommt die finanzielle Stärkung für viele Experten „too little, too late“. Damit die Maßnahmen wirken, muss der Bund laut Branchenvertretern schon jetzt verlässliche Strukturen schaffen und die Radinfrastruktur als tragende Säule einer energieeffizienten Mobilität begreifen.
Hier geht’s zum Download des Klimaschutzprogramms.


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