
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat die Ergebnisse seiner Radreiseanalyse 2025 vorgestellt. Mit einer Rekordbeteiligung von 17 300 Teilnehmern liefert die repräsentative Umfrage ein detailliertes Bild des Marktes: Während die Nutzung des Fahrrads im Rahmen von allgemeinen Urlaubsreisen boomt, verzeichnen klassische Radreisen und Tagesausflüge einen Rückgang.
Insgesamt sind rund 39,3 Millionen Menschen in Deutschland mit dem Rad unterwegs. Die Analyse unterscheidet dabei vier zentrale Segmente:
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Radreisen (> 3 Nächte): 3,3 Mio. Menschen (Rückgang von 3,6 Mio. in 2023).
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Kurzradreisen (1–2 Nächte): 4,2 Mio. Menschen (Rückgang von 5,0 Mio. in 2023).
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Tagesausflüge: 361 Mio. Ausflüge (massiver Rückgang von 455 Mio. in 2023).
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Radfahren im Urlaub: Wachstum auf 12,7 Mio. Menschen (zuvor 10,6 Mio.).
Als Gründe für die rückläufigen Zahlen nennt der ADFC das wechselhafte Wetter im Juli 2025 sowie gestiegene Kosten. Dennoch bleibt der Sektor mit einem Gesamtumsatz zwischen 38,7 und 41,8 Milliarden Euro ein enormer Wirtschaftsfaktor.
E-Bikes und Ausrüstung als Motoren
Der Trend zum E-Bike ist ungebrochen: Inzwischen nutzt jeder zweite Radreisende ein Pedelec. Dies macht den Radtourismus für neue Zielgruppen zugänglich. Zudem investieren Radurlauber kräftig: 29 Prozent kauften für ihre Reise neue Ausrüstung, allen voran Fahrradtaschen, Kleidung und Ersatzteile. Jeder zehnte Ausrüstungskäufer legte sich sogar ein neues E-Bike zu.
Beliebteste Routen und politische Forderungen
Der Elberadweg verteidigt seinen Spitzenplatz als meistbefahrener Radfernweg, gefolgt vom Weserradweg und dem Ostseeküstenradweg. Um die Attraktivität Deutschlands als Radreiseland zu sichern, fordert der ADFC-Experte Christian Tänzler eine bessere Infrastruktur, eine einfachere Fahrradmitnahme in der Bahn und gezielte Angebote für Familien.
Weitere Informationen unter: www.adfc.de

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