
Die deutsche Fahrradindustrie festigt ihre Position durch stetiges Wachstum und eine zunehmende technologische Diversifizierung. Zum Jahresbeginn 2026 vermeldet der ZIV – Die Fahrradindustrie die Aufnahme von fünf neuen Mitgliedern, die das Spektrum von innovativer Diebstahlsicherung über Leichtbau-Komponenten bis hin zu urbaner E-Mobilität abdecken. ZIV-Geschäftsführer Burkhard Stork betont, dass diese Neuzugänge beispielhaft für die Innovationskraft und die Vielfalt der Branche stehen.
Unter den neuen Mitgliedern finden sich Spezialisten, die technologische Lösungen für drängende Probleme des Marktes entwickeln. Die 2Lock GmbH aus Regensburg fokussiert sich auf den Schutz hochwertiger E-Bikes. Das Unternehmen hat eine Diebstahlsicherung entwickelt, die direkt in die Radnabe integriert ist und mechanische Sperren mit digitalen Alarm- und Tracking-Funktionen kombiniert.
Einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt die 360°ENGINEERING GmbH aus Fischbachau. Das unabhängige Unternehmen begleitet Projekte von der ersten Konzeptphase über Simulationen und Prototypenbau bis hin zur serienreifen Umsetzung, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der E-Mobilität liegt. Geschäftsführer Timo Wölk sieht im ZIV primär eine Plattform für den fachbezogenen Dialog und den Zugang zu fundierten Marktdaten.
Die weiteren Neuzugänge decken die Bereiche strategische Beratung, urbane Logistik und modernen Leichtbau ab:
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MueCon GmbH: Das Unternehmen aus Bad Kreuznach bietet praxisnahe Beratung und Projektunterstützung für den Fachhandel und die Industrie an. Ziel ist die Optimierung von Geschäftsmodellen und die Förderung eines resilienten Marktes.
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Super Bicycles: Als Marke des Berliner Startups MDMA Solutions hat sich das Unternehmen auf kompakte, modulare E-Lastenräder spezialisiert. Mit dem Motto „Open. Accessible. Simple.“ setzen sie auf alltagstaugliche Transportlösungen im urbanen Raum.
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Weber Fibertech: Der Spezialist aus Markdorf bringt Erfahrungen aus der Automobilindustrie in den Fahrradbau ein. Unter der Marke Fi.Bi.TEC fertigt das Unternehmen extrem leichte und steife Rahmen sowie Komponenten aus faserverstärktem Kunststoff in Serienfertigung am Standort Deutschland.
Gemeinschaft als strategischer Faktor
Die Statements der neuen Mitglieder verdeutlichen, dass die Mitgliedschaft im ZIV weit über eine formelle Zugehörigkeit hinausgeht. Es geht um die Mitgestaltung von Normen, den Austausch von Innovationen und die gemeinschaftliche Bewältigung von Branchenherausforderungen. Mit dieser Erweiterung stärkt der Verband seine Rolle als zentrale Plattform, auf der die Regeln für die Mobilität von morgen maßgeblich mitgestaltet werden.
Quelle: ZIV Pressemitteilung vom 19.02.2026

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