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Drei Wochen ohne Auto - aber mit PINO

Kann ein Fahrrad ein Auto ersetzen? Kann es, sagt Kirsten Hase. Sofern es sich um ein PINO handelt.
Die Herausforderung war klar: Welcher Autofahrer traut sich, den Autoschlüssel abzugeben und stattdessen mit einem PINO nach Hause zu fahren? Um damit drei Wochen lang das Kind zur Kita zu kutschieren, den Einkauf zu erledigen, zur Arbeit zu pendeln, Getränkekisten für den Grillabend zu besorgen, die Freizeit zu gestalten, …  kurzum: den Alltag autofrei zu gestalten und dabei noch was für Bauch, Beine, Klima zu tun.

Es wird Ernst: Stefan Manier übergibt Kirsten Hase seinen Autoschlüssel ©Hase Bikes
Es wird Ernst: Stefan Manier übergibt Kirsten Hase seinen Autoschlüssel ©Hase Bikes

Tausche Auto gegen Lastenrad
Aus den zahlreichen Bewerbungen wurden fünf Teilnehmer ausgewählt. Einer von ihnen war Stefan Manier. „Ich gehe davon aus, dass sich Probleme wie Staus und Parkplatzsuche für die nächsten drei Wochen erledigt haben“, sagte der Gastronom bei der Schlüssel- bzw. Fahrradübergabe. Mit dem PINO wollte er zum Beispiel den Einkauf für sein Restaurant machen oder seinen Sohn zum Tennis kutschieren. Aber auch Ausflüge mit der ganzen Familie standen auf seiner Agenda.

Die Apothekerin Ute Böhm hatte eine klare Vorstellung davon, wie sie das PINO nutzen würde: „Ich werde jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit fahren, egal, wie das Wetter ist.“ Ihre Kollegin wettete dagegen: „Das schaffst du nie!“ Dass sich der Mai außerordentlich regnerisch präsentiert hat, machte es Ute Böhm nicht einfacher, den inneren Schweinehund zu überwinden: „Wo eine Wolke war, da war ich. Die ersten beiden Tage waren hart, aber danach war es toll.“ Mit trockenen Kleidern zum Wechseln in der geräumigen Lastentasche trotzte sie dem Regen und fuhr täglich die knapp 14 km von Olfen nach Waltrop und zurück. „Jetzt bin ich superfit. Und habe die Wette natürlich gewonnen.“

Stefan Manier dagegen konnte sich nicht ganz an seine guten Vorsätze halten: „Ich habe praktisch alles mit dem PINO gemacht, sogar Essen für mein Gasthaus Stromberg ausgeliefert.“ Nur den großen Einkauf hat er nicht geschafft, denn die Mengen, die für das Restaurant nötig waren, wurden dann doch zu viel. Zu seinem Glück gab es einen Zweitwagen, dessen Schlüssel er wohlweislich behalten hatte. „Dafür habe ich sämtliche privaten Fahrten per Rad gemacht. Mal schnell zur Post war dann tatsächlich mal schnell und nicht, wie mit dem Auto, eine 30-minütige Angelegenheit.“

Essen auf Rädern mal anders: Gastronom Stefan Manier liefert ein komplettes Menu mit dem PINO aus ©Hase Bikes
Essen auf Rädern mal anders: Gastronom Stefan Manier liefert ein komplettes Menu mit dem PINO aus ©Hase Bikes

Das PINO: ein Fuhrpark auf zwei Rädern
Bei der Rückgabe der PINO waren sich alle Teilnehmer der Challenge einig: Ein Fahrrad statt eines Autos zu nutzen ist kein Verzicht. Jedenfalls, wenn man ein PINO hat. Denn dieses Bike ist wie ein kompletter Fuhrpark auf zwei Rädern: Man kann es als Tandem nutzen, als Kindertaxi und als Lastenrad. Ob alleine oder zu zweit, das PINO ist wendig, selbst mit voller Zuladung. Das weiß Biobauer und PINO statt PKW-Teilnehmer Jan Dickhöfer eigentlich nur aus Erzählungen: er durfte einmal Eier ausliefern, danach hatte seine Tochter Frida das Rad komplett in Beschlag genommen. Die 13-jährige erledigte sogar drei Wochen lang freiwillig den Wocheneinkauf und legte insgesamt 564 km zurück – mehr als alle anderen Teilnehmer.

Nachhaltige Mobilität
Für Kirsten Hase, Marketingleiterin von HASE BIKES, ist die Aktion mehr als Werbung für Ihr Unternehmen: „Der Umweltgedanke stand für uns ganz klar im Fokus. Deutschland ist ein Autofahrerland, wir sind daran gewöhnt, selbst kurze Strecken in der Stadt mit dem Auto zurück zu legen. Staus, Abgase und Lärm ist für uns die Normalität. Wir müssen dringend etwas für unser Klima und unsere eigene Lebensqualität tun.“ Mit PINO statt PKW konnten fünf Familien hautnah erfahren, dass nachhaltige Mobilität nicht nur klimafreundlich ist, sondern auch Spaß macht.

Mehr Informationen zum PINO auf www.hasebikes.com