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Fahrräder elektrisch nachrüsten

Pendix eDrive 150 start -Konfigurator ©Pendix
Pendix eDrive 150 start -Konfigurator ©Pendix

Der Wunsch nach einem Fahrrad mit elektrischem Antrieb ist ungebrochen. Wem allerdings ein aktuelles E-Bikes zu teuer ist oder aber gerne sein eigenes Rad elektrifizieren möchte, dem bietet sich die Möglichkeit, Elektromotor und Akku nachzurüsten.

Nachrüst-Systeme

Natürlich ist es nahezu unwiderstehlich, sich eines der modernen Pedelecs im Fachhandel zu besorgen. Doch es gibt auch Liebhaber alter Räder, die zwar ihr Herrenrad behalten wollen, aber auf die Vorteile eines elektrischen Antriebs  nicht verzichten möchten. Warum also nicht auf einen Elektroantrieb umrüsten? Kein Problem erklären uns die Anbieter. Prinzipiell eignet sich nämlich jeder Fahrradtyp zur Umrüstung zum E-Bike. Mittlerweile gibt es hochwertige Nachrüstsätze für Mountainbikes Citybikes und Tourenrädern. Sogar für Klappräder gibt es entsprechende Nachrüstsysteme. Allerdings, so mahnen sie, müssen die Fahrräder, die umgerüstet werden sollen, bestimmten sicherheitstechnischen Anforderungen genügen. 

 

Die sind anhand von Typprüfungen entweder in der DIN EN14764 für City- und Treckingräder oder in der DIN EN14766 für Geländefahrräder (Mountainbikes) dokumentiert. Ein entsprechender Aufkleber befindet sich dazu am Rahmen des Fahrrads oder aber ist in der mitgelieferten Bedienungsanleitung eingetragen. Darüber hinaus muss der Nachrüstsatz der geltenden EPAC Norm EN 15194 entsprechen.

 

Pendix eDrive 150start ist kleiner, leichter und für unter 1.000 Euro zu haben
Pendix eDrive 150start ist kleiner, leichter und für unter 1.000 Euro zu haben

Zahlreiche Nachrüst-Systeme am Markt verfügbar

Wer sein herkömmliches Fahrrad mit einem Elektroantrieb aufrüsten will, findet am Markt mittlerweile zahlreiche Unternehmen, die entsprechende Nachrüst-Systeme anbieten. Zwar lassen sich manche Systeme auch in Eigenregie umrüsten, doch Experten empfehlen es von einem zertifizierten Fachmann erledigen zu lassen. Dieser kann auch beurteilen, ob sich das Fahrrad für das Umrüsten noch eignet. In der Regel lohnt es sich nicht, ein Fahrrad mit einem Zeitwert von weniger als 400 Euro umzurüsten.

Auch ältere Räder oder Alu-Räder mit einer hohen Laufleistung von mehr als 10.000 km sollten nur unter Umständen umgerüstet werden. Denn es besteht sonst die Gefahr einer Bruchs des Rahmens oder der Gabel durch Materialermüdung. Eine Federgabel ist im Übrigen nur bedingt geeignet. Auch schlechte Bremsen sind oftmals ein Ausschlusskriterium. Stimmen die Voraussetzungen, bleibt die Wahl nach der Antriebsart. Der E-Bike-Markt bietet heute neben dem Mittelmotor auch Systeme für den Front- und Heckantrieb an.

Was aber muss bei der  Platzierung des elektrischen Motors beachtet werden?

 

Wahl des Motorensystems

Ein Blick in die Angebotsliste zeigt, dass der Heckmotor derzeit die am häufigsten nachgerüstete Motorenvariante ist. Das liegt auch daran, dass nahezu alle Fahrräder so konstruiert wurden, dass die Mehrbelastung an der Nabe kaum zu einem erhöhten Verschleiß führt. Allerdings funktioniert ein Heckmotor nur mit Kettenschaltung und damit nicht mit einer Rücktrittbremse. Mittelmotoren hingegen eignen sich auch für Räder mit Naben- oder Kettenschaltungen. Auch Frontmotoren funktionieren mit einer Ketten- und Nabenschaltung. Und selbst Fahrräder mit einer Rücktrittbremse lassen sich so elektrifizieren.

Allen Systemen gleich ist das Zubehör. Neben dem eigentlichen Motor, der als Nabenmotor für die Vorderrad- und Hinterradnabe angeboten wird, gehören ein Akku inklusive Ladegerät und entsprechender Halterung, ein Lenkerdisplay mit Steuerungseinheit und gegebenenfalls ein Gasgriff sowie ein Kabelsatz zum Lieferumfang. Die Kosten für ein Nachrüst-Kit variieren zwischen 750 und 2000 Euro. Neben der Qualität der Komponenten bestimmt dabei auch die Kapazität des Akkus den Preis. 

 

Fazit

Das Umrüsten eines herkömmlichen Fahrrads mit einem Elektroantrieb ist in der Regel ohne weiteres möglich. Die am Markt angeboten Systeme sind hochwertig und bieten die Möglichkeit, sein Lieblingsrad zu elektrifizieren. Wer nun mit dem Gedanken spielt, umzurüsten, sollte beachten, dass er durch das Nachrüsten kein vollwertiges Pedelec erhält, mit dem er das schwierigste Gelände elektrisch bezwingen kann.