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Schwalbe blickt zuversichtlich in die Fahrradsaison

In einem außergewöhnlichen Jahr 2020 entdeckten Millionen Menschen das Fahrrad als virenfreies Verkehrsmittel und Sportgerät. Im Zuge dieses Booms steigerte der Fahrradreifen-Hersteller Schwalbe (Reichshof, NRW) seinen Umsatz auf 225 Millionen Euro, ein Plus von rund sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zudem setzte das Unternehmen neue Maßstäbe für fairen Handel und Nachhaltigkeit.

Frank Bohle präsentiert Schwalbes grüne Meilensteine: Vom einzigen Schlauchrecyclingsystem auf dem Markt über nachhaltige Gummimischungen bis zur neuen, nach ökologischen Maßstäben errichteten Logistikzentrale. Foto: Schwalbe/Sabine Kunzer
Frank Bohle präsentiert Schwalbes grüne Meilensteine: Vom einzigen Schlauchrecyclingsystem auf dem Markt über nachhaltige Gummimischungen bis zur neuen, nach ökologischen Maßstäben errichteten Logistikzentrale. Foto: Schwalbe/Sabine Kunzer

"Das Jahr 2020 bescherte uns eine Achterbahn der Gefühle in allen Lebensbereichen. Glücklicherweise hat die zeitweilige Schließung des Fahrradfachhandels nicht zu langfristigen Umsatzeinbrüchen in unserer Branche geführt“, berichtet Frank Bohle, geschäftsführender Gesellschafter von Schwalbe. Im Gegenteil, dem Lockdown folgte nach Wiedereröffnung im Mai ein nie dagewesener Nachfragesprung nach Fahrrädern und Fahrradteilen.

 

Der seit Jahren anhaltende Radfahr-Boom wurde von der Corona-Pandemie kräftig beflügelt, denn unter freiem Himmel lässt es sich virenfrei von A nach B fahren. Und er umfasst nahezu alle Radsegmente – allen voran das E-Bike, aber auch Gravelbikes, Mountainbikes und frühere Nischenfahrräder wie Cargobikes.

 

Somit lagen auch Schwalbes E-Bike-Reifen Marathon E-Plus sowie die Trekking- und MTB-Modelle hoch im Kurs. Die enorme Nachfrage sorgte beim Reifenspezialisten für den Rekordumsatz von 225 Millionen Euro, nach 210 im Vorjahr und 187 in 2018. Bereits zuvor verzeichnete das 1922 gegründete Familienunternehmen aus Reichshof bei Köln kräftige Zuwachsraten und konnte in den vergangenen zwölf Jahren den Umsatz nahezu verdoppeln.

 

Doch der plötzliche Nachfragesprung für Fahrräder und Fahrradteile nach dem Lockdown führte 2020 zu Lieferproblemen in der gesamten Fahrradindustrie. Im Mai wurden die Fahrradgeschäfte förmlich überrannt, und die Lager waren schnell wie leergefegt. „Die Nachfrage lag außerhalb jeglicher kurzfristig realisierbarer Kapazitätserweiterungen. Das sorgt bis heute für Lieferverzögerungen, auch bei uns“, sagt Frank Bohle. „Wir haben jedoch alle Weichen gestellt, um unsere Produktionskapazitäten schnellstmöglich der aktuellen Entwicklung anzupassen!“

Roadmap für Nachhaltigkeit und Fairness: Schwalbe verwendet „Fair Rubber“
Trotz Corona-Krise und Lieferengpässen arbeitete Schwalbe auch 2020 weiter an seiner grünen Roadmap mit dem Ziel, immer nachhaltiger und verantwortungsvoller zu produzieren.             

 

Für den Einstieg in den fairen Handel schloss Schwalbe eine Partnerschaft mit dem renommierten Fair Rubber e. V. – der weltweit einzigen Fair-Trade-Organisation für Kautschuk, die die Prämien der Mitglieder eins zu eins an die Kleinbauern-Kooperativen in den Herstellungsländern auszahlt. Bis heute ist Schwalbe der erste und einzige Reifenhersteller im Fair Rubber e. V.. „Den fair gehandelten Kautschuk setzen wir in einem unserer beliebtesten Reifen ein, dem Marathon E-Plus für das E-Bike. Das zeigt, dass es uns ernst ist mit dem Umstieg auf fair gehandeltes Gummi!“, betont Frank Bohle. Auch Schwalbes zweiter Reifen mit Fair Rubber rollt jetzt in den Markt: der neue Schwalbe Pick-Up für das Cargobike, das als emissionsfreier Kleintransporter enorme Zuwächse verzeichnet.

Neue Firmenzentrale 2021: Ökologische Bauweise bis ins Detail
Größter Schritt auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Unternehmen wird 2021 die neue Firmenzentrale sein, in die Schwalbe rund 20 Millionen Euro investiert. Der Neubau in Reichshof setzt Maßstäbe für eine ökologische Bauweise und eine nachhaltige Unternehmenskultur. So wurden weitestgehend Materialien verwendet, die am Ende der Nutzung recycelt werden können. Dafür wurde für jeden Baustoff ein Materialpass erstellt. Weitere Highlights sind etwa die Stromerzeugung durch Solarzellen, Regenwasser-Nutzung über Zisternen, Deckensegel zur Temperaturregelung oder der begrünte Dachgarten.

 

In den vergangenen Jahren hatte Schwalbe bereits einige grüne Meilensteine umgesetzt: das bis heute einzige
Schlauchrecyclingsystem auf dem Markt – ausgezeichnet mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis Design, das Green Compound und den GreenGuard-Pannenschutz aus nachhaltigen Rohstoffen und mit Recyclingantei-len, sowie der Messestand und die Drucksachen, die jeweils auf eine ressourcenschonende Produktionsweise umgestellt wurden.

Schwalbe – ganz auf Fahrradreifen und Schläuche eingestellt
Die Ralf Bohle GmbH ist mit ihrer Marke Schwalbe Europas Marktführer für Fahrradreifen. Das  Familienunternehmen, gegründet 1922 in Bergneustadt, beschäftigt 180 Mitarbeiter bei der Ralf Bohle GmbH in Reichshof und 60 Mitarbeiter in fünf Tochterunternehmen in Europa und Nordamerika. Seit 1973 lässt Schwalbe seine Reifen beim Produktionspartner Hung-A in Korea fertigen. 1993 verlagerte Hung-A die Produktion von Korea nach Indonesien und nahm 2015 ein zweites Schwalbe-Werk in Vietnam in Betrieb. Schwalbe und Hung-A verbindet nicht nur ein Joint Venture, sondern auch eine fast 50 Jahre dauernde
Freundschaft, die in der Industrie ihresgleichen sucht.

 

www.schwalbe.com