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VSF begrüßt geplantes Lieferkettengesetz

Mehr Transparenz bei Produktion von Konsumgütern: VSF begrüßt geplantes Lieferkettengesetz
Mehr Transparenz bei Produktion von Konsumgütern: VSF begrüßt geplantes Lieferkettengesetz

Kinderarbeit, Ausbeutung, unmenschliche Arbeitsbedingungen – noch immer gibt es für Verbraucher wenig Transparenz, unter welchen Bedingungen Industrieprodukte hergestellt werden.

Die Einhaltung von Mindeststandards bei der Herstellung von Konsumgütern ist auch heute leider noch nicht selbstverständlich. Daher begrüßt der Verbund Service und Fahrrad (VSF e.V.) die Pläne der Bundesregierung für ein Lieferkettengesetz. Große Unternehmen sollen verpflichtet werden, für die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards bei der Produktion von Waren zu sorgen, auch wenn sie mit einem schwer durchschaubaren Geflecht von Subunternehmern arbeiten.


„Konsum mit gutem Gewissen ist nur möglich, wenn Verbraucher sicher sein können, dass Produkte nicht durch Kinderarbeit oder Ausbeutung entstanden sind“, sagt Albert Herresthal, Geschäftsführer im VSF. „Daher fordern wir in unseren VSF-Unternehmensleitlinien u.a. eine Offenlegung der gesamten Fertigungs- und Distributionskette und eine faire Bezahlung. Dieser Standardsollte für die Fahrradbranche, wie für alle Wirtschaftszweige gelten“.


Die bisher bestehenden freiwilligen Selbstverpflichtungen einzelner Unternehmen haben das grundsätzliche Problem nicht lösen können. Vor dem Hintergrund, dass große Firmen wie Tchibo, Nestlé Deutschland oder Ritter Sport sich für gesetzliche Verschärfungen ausgesprochen haben, ist es unverständlich, wenn Wirtschaftsverbände wie BDI und BDA, aber auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und der Deutsche Industrieund Handelskammertag (DIHK) vor einer „Überforderung der Unternehmen“ warnen.


Der VSF ist in Sachen Unternehmensethik ein Vorreiter für die Fahrradbranche: „Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Kriterium bei der Auszeichnung von Produkten mit unserem VSF..all-ride Qualitätssiegel“, sagt Geschäftsführer Uwe Wöll, der für die Zertifizierungen beim VSF verantwortlich ist. „Die ökologischen und
sozialen Bedingungen der Produktion fließen bei uns in die Gesamtbewertung von Produkten wesentlich mit ein. Ohne Nachhaltigkeit gibt es kein VSFQualitätssiegel“. (https://www.vsf.de/qualitaetssiegel/das-verfahren/)

Um auch innerhalb der Fahrradbranche für hohe Standards zu werben, vergibt der VSF e.V. seit 2005 seinen VSF..Ethikpreis. Dazu sagt Hendrikje Lučić, die Vorsitzende der Ethikpreis-Jury 2020: „Mit dem VSF..Ethikpreis unterstreichen wir unser Engagement für faire Arbeitsbedingungen, einen respektvollen Umgang mit Mensch und Natur sowie für eine ökologisch verträgliche, nachhaltige Arbeitsweise im gesamten Wirtschaftsprozess. Durch die Auszeichnung von Vorbildern sollen Nachahmer inspiriert und so eine gemeinsame ethisch-soziale Weiterentwicklung der Fahrradbranche unterstützt werden“. (https://www.vsf.de/engagement/vsfethikpreis/)