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Macht sich das Fahrradfahren jetzt für die Leverkusener Fußballer bezahlt?

Quelle: Pixabay
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Die Fußballer von Bayer 04 Leverkusen haben nach drei Niederlagen zum Saisonstart der 1. Fußball Bundesliga einen kompletten Fehlstart vermieden. Dem Auswärtssieg in der Europa League bei Ludogorez Rasgrad ließ die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich zwei Siege in der Bundesliga folgen. Drei Siege innerhalb von einer Woche – vielleicht zahlt sich das Fahrradfahren aus der Vorbereitung jetzt aus.

 

Viele Gründe sprechen für das Radfahren 

 

Fußballer sind normalerweise für Schießen, Passen, Dribbeln und Laufen bekannt. Gerade die von den Profis oft gefürchtete Vorbereitungsphase beinhaltet gerne Wald- und Intervallläufe. Die Laufbelastung ist auch nötig, um Spieler gezielt auf die beim Fußball verlangte körperliche Belastung vorzubereiten. Alternative Trainingsmethoden sind jedoch nicht erst seit dieser Saison eine Option, um Abwechslung zu schaffen und eine zu einseitige Belastung zu vermeiden. Dazu gehört natürlich auch das Fahrradfahren. Bayer 04 ist nicht der erste Verein, der das Fahrrad gezielt in das Vorbereitungsprogramm eingebaut hat. Allerdings wird deutlich, dass die Leverkusener im Sommer mehr als einmal die Fahrradhelme aufsetzten. Trainer Heiko nannte im Juli einige Gründe, warum Fahrradfahren für die Bayer-Profis ein gutes Training darstellt. Herrlich erklärte damals, dass die Spieler bei einem reinen Lauftrainingslager schnell die Lust verlieren können. Deshalb betont er, dass das Radfahren nicht nur für Reha- und Regenerationstraining sinnvoll sei, sondern auch für das Erarbeiten der Grundlagenausdauer genutzt werden kann. Neben dem Abwechslungselement betonte der Fußballlehrer zudem den Vorteil, dass es verglichen mit dem Laufen – das ja sowieso reichlich in der Trainingsarbeit vorkommt – deutlich gelenkschonender sei. Die Ausdauer steigern und den Körper so gut wie möglich schonen – das klingt nach einem vielversprechenden Plan.

 

Grundlagenausdauer der Schlüssel für intensive Saisonphasen

 

Anhand der Ergebnisse der ersten Spiele könnten Kritiker nun behaupten, man hätte stattdessen besser mehr mit dem Ball gearbeitet. Solche Schlüsse wären jedoch genauso voreilig wie jene, die drei Siege innerhalb von einer Woche auf die gute Ausdauer durchs Fahrradfahren zurückführen. So wirklich messbar und isolierbar sind solche Maßnahmen sowieso nie. Allerdings könnte eine gute Ausdauer, die zudem ohne unnötigen Verschleiß oder Verletzungen erarbeitet wurde, im Laufe einer langen Saison den Unterschied ausmachen. Gerade in bevorstehenden hektischen Wochen, in denen die Mannschaft national und international alle drei oder vier Tage gefordert ist, sind Ausdauer und körperliche Robustheit enorm wichtig. Nach den verbesserten Leistungen der letzten Wochen scheinen die Chancen auf weitere Erfolge jedenfalls wahrscheinlicher als das noch vor einigen Wochen der Fall war. Anbieter von Sportwetten sehen Bayer 04 zum Beispiel beim Auswärtsspiel in Freiburg als Favorit. Ausgerechnet jenes Freiburg, das schon unter Trainer Volker Finke schon langer Zeit auf das Fahrrad in der Saisonvorbereitung nutzte.

Quelle: Leon Bailey via Twitter
Quelle: Leon Bailey via Twitter

 

Auch andere Vereine erkennen die Vorteile des Radfahrens 

Natürlich ist Bayer 04 nicht der erste oder einzige Profiverein, der das Radfahren aus verschiedenen Gründen schätzt und nutzt. Auch Borussia Dortmund ist Fürsprecher des Fahrradfahrens. Neben den schon erwähnten Vorteilen bezüglich des gelenkschonenden Ausdauertrainings werden eher gesundheitliche Elemente hervorgehoben: Fettverbrennung, Vergrößerung des Herzschlagvolumens und die Entspannungsförderung zählen zu den wichtigsten Gründen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es nur für wenige Tätigkeiten so viele gute Gründe gibt, wie für das regelmäßige Radfahren.