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Eva Lechner in Top-Form: Zweimal Weltcup-Dritte in Belgien

Fotos (EKZ-Cross): Eva Lechner in Top-Form
Foto (EKZ-Cross): Eva Lechner in Top-Form

Eva Lechner ist wieder da. Da, wo sie schon einmal war, ganz vorne im Weltcup. Sowohl in Namur als auch im belgischen Heusden-Zolder hat die Südtirolerin Platz drei eingefahren. In Namur verhinderten zwei Reifenpannen den Sieg. In Heusden-Zolder fehlten nur wenige Sekunden auf Platz eins.

Ein Rennen nach Maß für Italiens beste Crosserin in der Geschichte. So beschreibt die namhafte italienische Radsportzeitung La Gazzetta dello Sport den Einsatz von Eva Lechner in Namur. Weltklasse. Dass es dort am 17. Dezember 2017 nicht zum Sieg reichte, liegt allein an zwei Reifenpannen. „Das ist ärgerlich, aber gleichzeitig auch ein klares Signal, dass ich wieder dort bin, wo ich vor zwei Jahren schon einmal war“, sagt eine zufriedene Eva Lechner. Rückblende: Eva Lechner hat über die letzten Jahre im Radcross und auf dem Mountainbike stets zu den Weltbesten gehört. Doch dann kam der Einbruch. Jahre an der Weltspitze führten zu einer Art Überlastung. Es wurde immer schwieriger, das Niveau zu halten. Eva Lechner heute: „Eine Art sportliches Burnout. Ich wollte mehr, aber konnte nicht mehr. Eine schwere Zeit. Aber jetzt bin ich wieder zurück. Das ist ein tolles Gefühl.“

 

An Namur in Belgien hat Eva Lechner gute Erinnerungen. War es doch vor zwei Jahren genau dort, wo sie ebenfalls aufs Podium fahren konnte. Das gibt Hoffnung für die kommenden Rennen. Vor allem für die Weltmeisterschaften im niederländischen Valkenburg. Einem Rundkurs, auf dem Eva Lechner bereits am 18. Oktober 2015 ein Weltcuprennen gewinnen konnte.

In Namur fehlten Eva Lechner 24 Sekunden auf den Sieg und neun Sekunden auf den zweiten Rang. Siegerin war die Britin Evie Richards vor ihrer Landsfrau Nikki Brammeier.

 

Abgezeichnet hatte sich die aktuelle Top-Form von Eva Lechner bereits beim Rennen um die EKZ-Cross Tour eine Woche zuvor in Eschenbach in der Schweiz. Dort hatte die Südtirolerin in Diensten des US-Pro-Teams Clif einen unangefochtenen Sieg errungen. Zu ihrer Freude, wie sie sagte, an der Seite der Weltklasse-Mountainbikerin Jolanda Neff, mit der Eva Lechner eine intensive Freundschaft verbindet. Am Ende konnte jedoch auch eine Jolanda Neff, ihres Zeichens MTB-Weltranglistenführende, den Sieg von Eva Lechner nicht verhindern und kam mit 39 Sekunden Rückstand und vor Landsfrau Nicole Koller ins Ziel.

 

Am 26. Dezember 2017 dann der zweite Streich. Eva Lechner konnte den dritten Weltcuprang von Namur auch im Rennen von Heusden-Zolder wiederholen. Und es war denkbar knapp. Nur sieben Sekunden fehlten der Südtirolerin auf den Sieg und damit auf die amtierende Weltmeisterin Sanne Cant sowie drei Sekunden auf Rang zwei, der an Katherine Compton ging. Nun sind die Erwartungen wahrlich groß, bei der WM ganz vorne dabei zu sein.

 

Redaktion (exklusiv für VeloTOTAL): Dr. Josef Bernhart