MTB-WM Hafjell: Milatz und Fumic knapp an Medaillen vorbei

WM in Hafjell © Armin M. Küstenbrück/Ego Promotion
WM in Hafjell © Armin M. Küstenbrück/Ego Promotion

 

Der Freiburger Moritz Milatz hat eine WM-Medaille um fünf Sekunden verpasst. Der Freiburger wurde bei der Cross-Country-WM im norwegischen Hafjell Vierter, Manuel Fumic landete auf Rang fünf. Es siegte der Franzose Julien Absalon vor Nino Schurter aus der Schweiz. Dritter wurde der Italiener Marco Fontana.

 

Bei den Damen musste Sabine Spitz mit Rang acht zufrieden sein. Den Sieg holte sich die Kanadierin Catharine Pendrel. Silber ging an die Russin Irina Kalentieva, Bronze ab die US-Amerikanerin Lea Davison.

Wie die beiden Deutschen knapp neben den Medaillen landeten, hatte eine aufregende Geschichte. Anfang der sechsten von sieben Runden wechselte Manuel Fumic sein Hinterrad, weil er Geräusche wahrnahm, die sich nach einem Speichenbruch anhörten. Das stellte sich später jedoch als falsch heraus, es war lediglich ein Ästchen in die Speichen geraten. Doch damit war Fumics italienischer Cannondale-Teamkollege Marco Fontana 45 Sekunden weg, und Moritz Milatz war nach einer starken Aufholjagd an Fumic dran.

 

"Ich musste eine Entscheidung treffen", erklärte Fumic später im Ziel enttäuscht. Bis dahin hatte er gemeinsam mit Fontana 50 Sekunden Vorsprung auf Milatz gehabt, der Fünfter gewesen war. Doppel-Olympiasieger Julien Absalon auf Rang eins und Titelverteidiger Nino Schurter auf Rang zwei waren bereits zu weit weg. "Wir hätten das unter uns ausgemacht. Jetzt bin ich Fünfter, aber ich habe gezeigt, dass ich um die Medaillen mitfahren kann", meinte Fumic noch.

 

Er kommt trotzdem noch einmal in Reichweite von Bronze, als Fontana einen Defekt hat und die beiden Deutschen so den Italiener einholen. Doch der kann sich auf den letzten 4,1 Kilometern knapp behaupten. "Marco war auf der Schlussrunde einfach stärker. Rang vier bei einer WM ist sehr gut und für mich auch mein bestes WM-Resultat", erklärte Moritz Milatz, der damit seine starken Frühjahrs-Ergebnisse bestätigte. "Für Manuel tut es mir leid, er hätte eine Medaille verdient gehabt."

 

Markus Schulte-Lünzum (Haltern) und Markus Bauer (Freiburg) boten mit den Plätzen 18 und 22 für ihre Verhältnisse ebenfalls bemerkenswert starke Leistungen.

 

Im Kampf um den Titel schloss der schlecht gestartete Julien Absalon in der vierten Runde zum alleine führenden Titelverteidiger Nino Schurter auf. In Runde fünf setzte er sich ab und fuhr mit 1:51 Minuten Vorsprung zu seinem fünften Regenbogen-Jersey in der Elite-Kategorie.

 

Bei den Damen siegte die Kanadierin Catharine Pendrel. Silber ging an die Russin Irina Kalentieva und Bronze an die US-Amerikanerin Lea Davison. Zwei von sechs Runden lang sah es so aus, als könnte Sabine Spitz (Murg-Niederhof) in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Sie lag nur 15 Sekunden hinter Position zwei, während Pendrel gleich losgeprescht war und ihr Solo bis ins Ziel durchbrachte.

 

Doch in der dritten Runde begann Spitz mehr und mehr an Boden zu verlieren. Sie fiel von Rang fünf auf neun zurück und konnte sich erst am Schluss noch an Mitfavoritin Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (Nor) vorbeischieben. Rang acht mit 3:05 Minuten Rückstand stand zu Buche. "Es war klar, dass man vorne dabei bleiben musste, pokern war nicht angesagt, das gibt der Kurs nicht her. Ich habe das versucht, aber es hat nicht gereicht", erklärte Sabine Spitz. "Klar habe ich mir mehr erhofft, aber letztendlich ist es so: wenn man nicht vorne dabei ist, hatte man auch nicht genug Power an diesem Tag", analysierte Spitz.

 

Die Deutsche Meisterin Adelheid Morath aus Freiburg war krank geworden und schon am Freitag wieder nach Hause gereist. Nina Wrobel, ebenfalls aus Freiburg, benötigte fast drei Runden, um richtig in Tritt zu kommen. "Dann konnte ich schön spulen, und es hat endlich Spaß gemacht", so Wrobel, die als 28. mit 9:37 Minuten Rückstand das Ziel erreichte.

 

Zum Abschluss gab es dann aber doch noch einmal Edelmetall für den BDR: Junior Dominik Oswald fuhr im Trial 26"‘ als Dritter in die Medaillenränge. Gold ging an Jack Carthy aus England, Silber sicherte sich der Spanier Sergi Llongueras.

 

 

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