Die bayerische Kultmarke Steppenwolf feiert ein echtes Paukenschlag-Comeback. Zum 30. Jubiläum bringen die Macher den legendären Namen Tycoon zurück auf die Trails – dieses Mal als kompromissloses E-Enduro. Mit einem ultraleichten Vollcarbonrahmen, dem viel diskutierten DJI-Avinox-Antrieb, massiven 170 Millimetern Federweg und einem überraschend geringen Gesamtgewicht schickt sich die neue „Abrissbirne“ an, das Premium-Segment aufzumischen. Wir haben uns das Edel-Bike ganz genau angesehen.
Massives Fahrwerk bei erstaunlich wenig Gewicht
Optisch wirkt das neue Tycoon wie ein massives Geschoss, das für harte Abfahrten im groben Gelände gebaut wurde. Trotz der wuchtigen Erscheinung bringt das Topmodell Tycoon 11 gerade einmal rund 22 Kilogramm auf die Waage – ein exzellenter Wert für ein ausgewachsenes E-Enduro mit dieser Akkukapazität.
Erreicht wird das geringe Gewicht durch einen konsequenten Leichtbau: Ein Vollcarbonrahmen bildet das Herzstück, gepaart mit edlen Carbon-Laufrädern von DT Swiss und einem Carbon-Lenker. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei stolzen 150 Kilogramm. Abzüglich des Eigengewichts bleiben somit knapp 128 Kilogramm Zuladung für Fahrer und Ausrüstung übrig. Das Fahrwerk kommt in der Factory-Klasse von Fox und stellt an Front und Heck satte 170 Millimeter Federweg bereit. Verzögert wird mit den brachialen Maven-Ultimate-Bremsen von SRAM, während eine elektronische XO-Schaltung die Gänge wechselt.
Das Kraftpaket im Unterrohr: Avinox-Power und Riesenakku
Beim Motor geht Steppenwolf eigene Wege und verbaut das viel beachtete Avinox-System von DJI. In allen Modellvarianten kommt ausschließlich die stärkere M2S-Drive-Unit zum Einsatz.
Der Energiespeicher fasst üppige 800 Wattstunden und ist fest im Unterrohr integriert. Das spart Gewicht und ermöglicht die schlanke Silhouette des Rahmens. Dank des Schnellladesystems lässt sich der Akku laut Hersteller in der Mittagspause zügig wieder befüllen. Für eine Ladung von 20 auf 80 Prozent Kapazität muss man eine knappe Stunde einkalkulieren.
Ein zweites Modell für preisbewusste Trail-Jäger
Neben dem absoluten Topmodell für knapp 10 000 EUR schickt Steppenwolf mit dem Tycoon 10 eine etwas günstigere Variante ins Rennen, die laut Hersteller keineswegs als „abgespeckt“ bezeichnet werden sollte. Stattdessen wird hier einfach in ein anderes, preiswerteres Regal gegriffen. An Bord sind ein RockShox-Ultimate-Fahrwerk, die bewährten Maven-Bremsen in der Silver-Version, DT-Swiss-Aluminiumfelgen und eine elektronische SRAM-S1000-Schaltung. Mit einem Preis von knapp 8000 EUR liefert dieses Paket eine enorm starke und renntaugliche Basis für anspruchsvolle Enduro-Piloten.
Produktbox
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Spezifikationen: E-Enduro mit Vollcarbonrahmen, DJI Avinox M2S Antrieb, 800-Wh-Akku (fest verbaut), 170 mm Federweg. Tycoon 11 mit Fox Factory Fahrwerk, SRAM Maven Ultimate Bremsen, SRAM XO Transmission und DT Swiss Carbon-Laufrädern. Tycoon 10 mit RockShox Ultimate Fahrwerk, SRAM Maven Silver Bremsen, SRAM S1000 Transmission und DT Swiss Aluminium-Laufrädern. Gewicht: ca. 22 kg (Tycoon 11). Zulässiges Gesamtgewicht: 150 kg. Erhältlich in den Rahmengrößen S, M und L.
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Preise: 9.999 EUR (Tycoon 11) / 7.999 EUR (Tycoon 10)
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Bezugsquellen: ausschließlich über den autorisierten Fahrrad-Fachhandel.
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Verfügbarkeit: Über teilnehmende Steppenwolf-Fachhändler bestellbar.
Mit dem Tycoon gelingt Steppenwolf ein beeindruckender Wiedereinstieg im High-End-Bereich. Das Konzept, den leichten und kraftvollen DJI-Antrieb mit einem riesigen Akku und einem extrem potenten Fahrwerk bei nur 22 Kilogramm Gesamtgewicht zu kreuzen, geht voll auf. Der Verzicht auf einen entnehmbaren Akku mag im Alltag manchen stören, ist aus Performance-Sicht bei einem Enduro dieser Klasse aber die einzig logische Konsequenz für maximale Steifigkeit und minimales Gewicht. Wer das Rad ausprobieren möchte, sollte die Augen auf den großen Mountainbike-Events offenhalten, wo die Bayern mit ihrer Testflotte vertreten sind.

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