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SAWIKO feiert 25-jähriges Jubiläum

Sawiko Heckträger aktuell
Sawiko Heckträger aktuell

SAWIKO feiert in diesem Jahr 25-jähriges Jubiläum. Seit der Gründung hat sich das Unternehmen zu einem führenden Anbieter von Premiumzubehör für Freizeitfahrzeuge in Europa entwickelt. Egal ob Rahmenverlängerungen, Anhängerkupplungen oder Lastenträgersysteme. Das Unternehmen ist mittlerweile fester Bestandteil der Caravaning-Industrie und bei OEMs, Händlern und Endkunden gleichermaßen beliebt. Grund genug, die Firmengeschichte Revue passieren zu lassen und eine Zwischenbilanz zu ziehen.

„Ohne Fleiß, kein Preis“
Die Erfolgsgeschichte von SAWIKO beginnt im Jahr 1995 in Hunteburg im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen. Mit einem Mitarbeiter machen sich die drei leidenschaftlichen Camper Uwe Samland, Ralf Winter und Guido Kovermann selbstständig. Die Mission: Die Bedürfnisse am Markt für Reisemobilzubehör, Anhängerkupplungen und Lastenträgersysteme erkennen und mit hochwertigen wie innovativen Produkten bedienen. Ganz nach dem Motto „Ohne Fleiß kein Preis“ montieren sie am Anfang selbst, besuchen Messen und stellen ihre Produkte auf Campingplätzen vor. 70-Stunden pro Woche und Arbeit am Samstag und Sonntag sind für sie zu dieser Zeit normal. Dies zahlt sich schnell aus und wird mit neuen Kunden und steigenden Umsätzen belohnt. Das Erfolgsrezept steht recht schnell fest: Man konzentriert sich nicht nur auf eine „Absatzsäule“, sondern auf OEMs, Händler und Endkunden.

Sawiko Gründer Guido Kovermann, Uwe Samland und Ralf Winter - 1995
Sawiko Gründer Guido Kovermann, Uwe Samland und Ralf Winter - 1995

AL-KO übernimmt SAWIKO
Ein neues Kapitel in der SAWIKO-Geschichte wird Ende 2011 aufgeschlagen, als die AL-KO Vehicle Technology Group den Zubehörspezialisten übernimmt. Bereits damals steht fest, dass die Strategie und die Marke von SAWIKO unter dem Dach von AL-KO weitergeführt wird. „Durch die Übernahme von SAWIKO haben wir uns gezielt im europäischen Aftermarket-Geschäft verstärkt und die Nähe zum Kunden, der unsere Produkte bei einem Handelspartner erwirbt, weiter ausgebaut“, sagt Harald Hiller, President & CEO der AL-KO Vehicle Technology Group. „Heute sind die SAWIKO-Experten  in unserem Konzern die Treiber für die Vermarktung von Freizeitfahrzeugzubehör in ganz Europa. Neuestes Beispiel ist unser italienisches Tochterunternehmen CBE, von dem ausgewählte Produkte im Solar- und Energiemanagementbereich auch für Endkunden angeboten werden.“

Erfolgreich in der Vergangenheit, erfolgreich in der Gegenwart
Mit der Übernahme durch AL-KO setzt sich der Wachstumskurs von SAWIKO fort – wirtschaftlich und personell. So ist aus dem Vier-Mann-Betrieb ein Unternehmen mit aktuell 70 Mitarbeitern gereift. Mit einem europaweiten Händlernetz sowie eigenen Kundencentern mit AL-KO in Deutschland, der Niederlande, Frankreich und Italien agiert das Unternehmen flächendeckend in den wichtigsten europäischen Caravaningmärkten und sorgt so für einen optimalen Kundenservice. Besonders hervorzuheben ist das Kundencenter am SAWIKO-Unternehmenssitz in Neuenkirchen-Vörden, an dem durch direktes Kundenfeedback OEM-, Händler- und Konsumentenwünsche frühzeitig analysiert und in innovative, marktgerechte Produkte und Services umgewandelt werden.

„Es macht uns besonders stolz, dass wir sowohl national als auch in Europa die Wünsche unserer Kunden optimal erfüllen können. 25 Jahre SAWIKO bedeuten 25 Jahre Innovation, höchste Produktqualität, ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis und kundenorientiertes Agieren. Ein großer Dank geht an dieser Stelle an unsere tolle Belegschaft, die das Erreichte überhaupt möglich gemacht hat. Gemeinsam sind wir fest davon überzeugt, dass noch viele weitere erfolgreiche Jahre folgen werden“, freut sich Guido Kovermann, Senior Vice President After Sales und Kundencenter bei der AL-KO Vehicle Technology Group.

Investition für die Zukunft
Der Blick in die Zukunft bleibt positiv. Denn als „Geburtstagsgeschenk“ investiert AL-KO pünktlich zum 25. Jubiläum in eine neue Produktionsanlage am SAWIKO-Standort Neuenkirchen-Vörden. Diese ermöglicht eine noch effizientere und hochwertigere Produktion, die letztendlich den Kunden zu Gute kommt. Die Erfolgsgeschichte von SAWIKO geht weiter.   

 

https://www.alko-tech.com/de/


Das Jubiläumsinterview mit Gründungsmitglied Guido Kovermann

Gründungsmitglied Guido Kovermann
Gründungsmitglied Guido Kovermann

Heute würde ich fragen: „Seid ihr wahnsinnig?“

 

Die Erfolgsgeschichte von SAWIKO begann im Jahr 1995 in Hunteburg im Landkreis Osnabrück mit drei Leuten. Mit welcher Vision wurde die Firma gegründet?
Wir, Uwe Samland, Ralf Winter und ich waren schon damals leidenschaftliche Camper und kannten deshalb die Bedürfnisse am Markt für Reisemobilzubehör, Anhängerkupplungen und Lastenträgersysteme. Daher beschlossen wir uns im Jahr 1995 mit dem Unternehmen SAWIKO selbstständig zu machen.

Wie war in der Anfangszeit die Nachfrage der Kunden beziehungsweise das Kundenfeedback an sich?
Zugegebenermaßen war die erste „Hauptsaison“ im März/April 1995 extrem schwer, weil uns noch niemand kannte. Der Initialzünder war der Caravan Salon im Herbst 1995 in Düsseldorf. Dort hatten wir die Möglichkeit, uns der breiten Öffentlichkeit und somit den Endkunden zu präsentieren. Dies lief so gut, dass wir förmlich von Kundennachfragen überrannt wurden. Wir haben Früh-, Spät- und Nachtschichten in der Werkstatt gemacht, die zu dieser Zeit 24 Stunden täglich geöffnet war. 18 – 19 Stunden Arbeit am Tag waren normal. Heute würde ich fragen: „Seid ihr wahnsinnig?“

Auch die Zeit danach haben wir alles selbst gemacht. Wir waren auf jeder Messe, haben selbstständig montiert, unsere Produkte persönlich auf Campingplätzen präsentiert und die Wochenenden durchgearbeitet. Es war ein sehr familiäres Verhältnis mit langen Arbeitstagen. Aber nach getaner Arbeit wusste man, wofür man es gemacht hat.

Das klingt nach einer intensiven Phase. Wie ging es weiter?
Gleich zu Beginn hatten wir einen großen Zulieferer für Reisemobile an unserer Seite, der uns das Laufen lehrte und mit dem wir viele Jahre sehr partnerschaftlich zusammengearbeitet haben. Im Jahr 1998 schenkte uns die Firma Dethleffs ihr Vertrauen und beauftragte uns mit den Rahmenverlängerungen für sämtliche Fiat-Chassis.

Auch an den Bezug unseres Neubaus 1999 in Neuenkirchen-Vörden mit all den verbundenen Aufstockungs- bzw. Wachstumsmaßnahmen in den Folgejahren kann ich mich gut erinnern. Das erste Mal sein eigenes Gebäude zu betreten, das hat etwas Heroisches und macht dich stolz.

Welche Bedeutung hatte der Aufbau einer eigenen Fertigung?
Seit dem Jahr 2004 haben wir an unserem Standort in Neuenkirchen-Vörden in Niedersachsen unsere eigene Fertigung mit Laser- und Schneidanlagen. Denn durch die Entscheidung für eine eigene Produktion wurden wir unabhängig von externen Lieferanten und konnten besonders im OEM-Geschäft eine enorme Produktionsschnelligkeit erzielen. Wollte ein Kunde anstatt sieben neun Sätze Rahmenverlängerungen, war dies kein Problem. Wir haben die zwei Sätze über Nacht gefertigt, schnell beschichten oder verzinken lassen und der Kunde war glücklich. Ein absoluter Wettbewerbsvorteil zur damaligen Zeit. Und auch heute hilft uns die eigene Fertigung in Deutschland dabei, unsere hohen Qualitäts-ansprüche für Premium-Reisemobilzubehör sicherzustellen.

Welche Bedeutung hatte die Übernahme durch die AL-KO Vehicle Technology Group für Sie?
Der Branchenprimus AL-KO interessiert sich für dich und will dich sogar heiraten. Davon haben wir jahrelang geträumt. Ende Dezember 2011 haben wir unser Unternehmen an die AL-KO Vehicle Technology Group verkauft. Damit haben wir – salopp gesagt – den Diamanten AL-KO noch einmal etwas glatter geschliffen, indem wir das Aftermarket-Geschäft mit einbringen und ausbauen konnten.

Was war für Sie der Schlüsselfaktor, dass die Übernahme ein Erfolg wurde?
Ganz klar, dass AL-KO bewusst darauf gesetzt hat, die Strategie und das SAWIKO-Erfolgskonzept nicht zu verändern. Dies zahlt sich bis heute aus. Denn seit dem Verkauf ist ein stetiges Umsatz- und Mitarbeiterwachstum zu verzeichnen.

Was ist das Erfolgsrezept von SAWIKO für wirtschaftliche Stabilität?
Unser Geschäft basiert auf verschiedenen Säulen. So zählen OEMs, Händler und Endkunden zu unseren Abnehmern. Bricht eine Säule weg, können die anderen Säulen das kompensieren. Zum Beispiel hatten wir in den Jahren 2008/2009 aufgrund der OEM-Krise von heute auf morgen keinen Auftrag mehr aus dem OEM-Geschäft. Und dennoch konnten wir unseren Standort erhalten und Arbeitsplätze sichern.

Für was steht der Name SAWIKO heute?
An erster Stelle sind hier natürlich innovative Premiumprodukte für Reisemobile zu nennen. Dazu gehören beispielsweise hochwertige Anhängerkupplungen, Heckträger, Motorradverladehilfen oder Stauraumerweiterungen. SAWIKO steht außerdem für ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, 25 Jahre Markterfahrung und ein faires Miteinander mit unseren Kunden.

Innerhalb der AL-KO Vehicle Technology Group sind wir zudem die Experten für den gesamten After Market Bereich und vertreiben neuerdings auch ausgewählte Produkte von dem italienischen AL-KO Tochterunternehmen CBE im Solar- und Energiemanagementbereich.

Blicken wir in die Zukunft. Die klassische Frage – was wünschen Sie sich zum Jubiläum?
Ich wünsche mir, dass SAWIKO auch zukünftig als erfolgreiche Marke einen wichtigen Beitrag für die AL-KO Vehicle Technology Group leistet und unsere Kunden und Partner mit starken und innovativen Produkten überzeugt. Die Basis dafür sind unsere tollen Mitarbeiter, ohne die wir es soweit nie soweit geschafft hätten.

Als SAWIKO-Mitgründer liegt mir natürlich auch das Fortbestehen unseres Gründungsstandorts in Neuenkirchen-Vörden sehr am Herzen. Dass hier Mitte des Jahres in erheblichem Maß in moderne Produktionstechnik investiert wird, macht mich stolz und hilft dabei, unsere Wachstumsgeschichte erfolgreich weiterzuschreiben. Der allergrößte Wunsch ist aber, dass unser Dachkonzern AL-KO weiterhin anerkennt, dass es auf der Welt auch ein „paar bunte Vögel“ geben muss. Und einige dieser Vögel sitzen in Neuenkirchen-Vörden und machen ein sehr erfolgreiches Geschäft.