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Fumic/Avancini entscheiden zweite Etappe im Sprint

Photo by Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS
Photo by Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS

Manuel Fumic holte sich mit seinem brasilianischen Partner Henri Avancini (Cannondale Factory Team) den zweiten Etappensieg im Sprint – die beiden profitierten allerdings im Gesamtverlauf des Rennens von den Reifenpannen des stark fahrenden Investec Songo Specialized Teams mit Jaroslav Kulhavy und Howard Grotts.

Die 106 Kilometer und 2000 Höhenmeter mit hohem Singletrail-Anteil verlangten den Mountainbiker wieder alles ab und wirbelten mit zahlreichen technischen Pannen das Feld mehrmals durcheinander. Damit macht das Absa Cape Epic, das härteste Mountainbike-Rennen der Welt, seinem Ruf wieder alle Ehre.

 

Die tschechische Lokomotive, der ehemalige Olympiasieger Kulhavy hatte nach dem knackigen „One-two-three-Anstieg“ über zwei Minuten Vorsprung herausgefahren, als sein Teampartner Grotts einen Platten fuhr. So wurden die beiden wieder überholt von der Favoritengruppe mit Fumic/Avancini, Alban Lakata/Christian Hynek (Canyon Topeak) und Nicola Rohrbach (SUI)/Daniel Geismayr (AUT), Centurion Vaude, die ihnen auf den Fersen geblieben waren. Auch das Schweiz-österreichische Paar hatte früh einen Platten erlitten, erhielten aber schnell ein Hinterrad von ihrem Backup-Team  Markus Kaufmann/Jodok Salzmann, so dass sie zügig wieder aufholen konnten. „Es war total frustrierend“, meinte der Amerikaner Grotts. „Wir haben alles richtig gemacht, konnten weg fahren und wurden durch die Pannen drei Mal eingebremst. Ich musste voll über mein Limit gehen bei den Aufholjagden, ich bin fertig und muss mich erstmal erholen“, so Howard Grotts im Ziel auf Platz 7.

 

Etwas enttäuscht zeigte sich Alban Lakata vom Verlauf des Rennens: „Mein Partner Christian Hynek hatte einen super Tag, führte zum Schluss ständig unsere Gruppe mit hohem Tempo an . Die Situation kurz vor der Ziellinie war etwas chaotisch, ich hätte nicht gedacht, dass die Cannondale-Jungs einen Sprint anziehen, weil Christian ja die ganze Führungsarbeit gemacht hatte. Wir sind aber gut in Form und ich denke, dass wir in den nächsten Tagen noch Zeit gut machen können.“

 

Mit einem taktisch ausgefuchsten 500 Meter langen Sprint hatten Fumic und Avancini ihre Konkurrenten um 1,7 und 2,2 Sekunden geschlagen. „Heute sind wir auf Sicherheit gefahren, die Etappe lag den Marathonspezialisten eigentlich besser und es sah so aus, als wollten sie uns das auch klarmachen. Wir versuchten, die Schäden gering zu halten, unsere Erfahrung half uns im Sprint und wir sind happy, gewonnen zu haben und weiterhin in Gelb zu fahren“, so Manuel Fumic, „es liegt ja auch noch einiges vor uns“.

 

Karl Platt mit seinem Schweizer Partner Urs Huber (Bulls) war gut gestartet, brach aber bei Kilometer 70 ein. „Plötzlich war die Power weg, ich kann es echt nicht erklären, ich bin sehr enttäuscht“, meinte der fünfmalige Gewinner Platt. Immerhin liegen sie nach der zweiten Etappe auf Platz 9 der Gesamtwertung vor ihrem Backup-Team mit Simon Stiebjahn und Tim Böhme.

 


2018 Etappe 2 Männer

Etappenwertung:

1. Cannondale Factory Racing 6-1 Manuel Fumic (Germany) 6-2 Henrique Avancini (Brazil) 4:05.52,3

2. Centurion Vaude 3-1 Nicola Rohrbach (Switzerland) 3-2 Daniel Geismayr (Austria) +1,7

3. Canyon Topeak 7-1 Alban Lakata (Austria) 7-2 Kristian Hynek (Czech Republic) +2,2

 

Gesamtwertung

1. Cannondale Factory Racing 6-1 Manuel Fumic (Germany) 6-2 Henrique Avancini (Brazil) 8:59.56,2

2. InvestecSongoSpecialized 2-1 Jaroslav Kulhavy (Czech Republic) 2-2 Howard Grotts (United States of America) +2.23,3

3. Centurion Vaude 3-1 Nicola Rohrbach (Switzerland) 3-2 Daniel Geismayr (Austria) +5.37,9 

4. Canyon Topeak 7-1 Alban Lakata (Austria) 7-2 Kristian Hynek (Czech Republic) +6.48,10

6. KULU MANZI PROJECT 16-1 Frans Claes (Belgium) 16-2 Markus Bauer (Germany) +9.35,10

9. BULLS 4-1 Karl Platt (Germany) 4-2 Urs Huber (Switzerland) +12.58,3

10. BULLS 12-1 Simon Stiebjahn (Germany) 12-2 Tim Böhme (Germany) +15.43,5

 


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Quelle: Journalist Thomas Roegner