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Interaktive Karte entlang der Römer-Lippe-Route

Interaktive Karte mit Hinweisen zur Barrierefreiheit
Fotograf / Quelle: Dennis Stratmann

Wer gerne Radausflüge oder sogar einen Radurlaub in Nordrhein-Westfalen macht, ist auf der Römer-Lippe-Route genau richtig. Sie verbindet nicht nur fünf touristische Regionen in NRW miteinander, sondern will im Rahmen des EFRE-Förderprojektes „Barrierefreier Radtourismus an der Römer-Lippe-Route“ zeigen, wie entlang eines gesamten Radfernweges die Barriere-Armut verbessert werden kann.

In einem ersten Schritt hat nun die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) in Zusammenarbeit mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) und der Nationalen Koordinationsstelle Tourismus für Alle e.V. (NatKo) eine interaktive Online-Karte mit Hinweisen zur Barrierefreiheit entlang der Römer-Lippe-Route veröffentlicht. Diese ermöglicht jedem Gast eine individuelle Reiseplanung, entsprechend den persönlichen Einschränkungen bzw. Bedürfnissen und den Streckenanforderungen.

 

Für eine inklusive Gesellschaftsentwicklung stellt die Barrierefreiheit ein unabdingbares Qualitäts- und Komfortmerkmal dar. Dies gilt auch für den Tourismus. Sowohl Menschen mit Behinderungen als auch Senioren und Familien mit kleinen Kindern wünschen sich für ihre Urlaubs- oder Freizeitplanung zumindest teilweise barrierefreie aber gleichermaßen attraktive Angebote. Für Radfernwege, mit ihren komplexen Rahmenbedingungen aus Wegeinfrastruktur, Beschilderung, Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben sowie Radserviceangeboten, stellen sich bezüglich der Bedürfnisse der genannten Zielgruppen nochmals spezielle Anforderungen. In diesem Zusammenhang will die Römer-Lippe-Route ein Vorreiter auf dem Gebiet des „barrierefreien Radfahrens“ sein.

 

Im Herbst 2016 wurde die Römer-Lippe-Route von der NatKo befahren und geprüft. Dabei wurden sämtliche Informationen zur Wegebeschaffenheit, darunter z.B. auch Auskünfte über Neigungen und etwaige Gefahrenstellen sowie Standorten von Behindertenparkplätzen und -toiletten erfasst. Aus diesen Daten wurde die nun veröffentlichte interaktive Karte bereitgestellt. Die Karte wird demnächst um Angaben zu zertifizierten Betrieben und zertifizierten Streckenabschnitten sowie zum ÖPNV ergänzt.

 

Axel Biermann, Geschäftsführer der RTG: „Vermutlich ist die Römer-Lippe-Route der erste Radfernweg überhaupt, der so detailliert in Bezug auf die Barrierefreiheit untersucht und visualisiert worden ist. Wir werden in den kommenden Monaten weiter an der Optimierung der Barrierefreiheit arbeiten, um Menschen mit Behinderung einen attraktiven Radurlaub zu ermöglichen. So sollen neue Zielgruppen für den Radtourismus entlang der Lippe erschlossen werden.“

 

Im weiteren Verlauf des EFRE-Förderprojektes werden einzelne Abschnitte der Römer-Lippe-Route als barrierefreie Etappen entwickelt bzw. ausgewiesen und buchbare Pauschalen für Menschen mit Behinderung erarbeitet. In Absprache mit der Initiative „Reisen für Alle“ sollen darüber hinaus Vorgaben definiert werden, die zum Abbau von Barrieren im Radtourismus beitragen und bisherige Standards zur Barrierefreiheit im Radtourismus weiterentwickeln.

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