EKZ CrossTour: Tag der Revanche beim vorletzten Rennen

© 2016 EKZ CrossTour: Bertolini contra Wildhaber
© 2016 EKZ CrossTour: Bertolini contra Wildhaber

Die EKZ CrossTour geht mit ihrem vierten von fünf Rennen am kommenden Sonntag, 11. Dezember, in Eschenbach (SG) in die alles entscheidende Phase. Sportlich versprechen die Rennen der Elite Frauen und Herren große Spannung. Dabei sinnen gleich mehrere Athleten auf Revanche.

 

 

"Dramatisches Duell" war vor einem Jahr die passende Überschrift zum Zweikampf zwischen dem Italiener Gioele Bertolini und dem heimischen Marcel Wildhaber. Bis zum letzten Meter kämpften sie um den Sieg. Letztendlich wurde der heute 21-jährige Bertolini nach einem irregulären Sprint auf den zweiten Platz zurückversetzt und Marcel Wildhaber kam zum lang ersehnten Schweizer Heimsieg an der EKZ CrossTour.

 

 

Wildhaber: "Ich bin nicht der Favorit"

 

Am Sonntag treffen Bertolini und Wildhaber, der selber Mitglied im Eschenbacher OK ist, erneut aufeinander. Der Lombarde Bertolini strebt nach seinem U23-Weltcupsieg Mitte Oktober in Valkenburg (Hol) einen zweiten prestigeträchtigen Erfolg in dieser Saison an. Doch Wildhaber denkt nicht an eine Wiederauflage des Zweikampfes vom Vorjahr: "Für mich ist Marcel Meisen der Favorit", sagt er. In der Tat befindet sich der deutschen Meister des Jahres 2015 in einer ausgezeichneten Verfassung und fuhr vor zehn Tagen am Weltcup in Zeven (De) auf den zehnten Rang.

 

 

"Ich erwarte ein sehr offenes Rennen, bei dem rund acht Fahrer für den Sieg in Frage kommen», fügt Wildhaber später an. Tatsächlich gibt es wie meist an der EKZ CrossTour knapp zwei Hand voll Mitfavoriten. Mit Simon Zahner, Lukas Flückiger und Nicola Rohrbach haben drei weitere Schweizer Ambitionen, in Eschenbach aufs Podium zu fahren. Dazu kommen der zweite Deutsche, Sascha Weber, wie auch der junge Belgier Yorben van Tichelt.

 

 

Auf der Suche nach dem neuen Leader

 

Da der französische Tour-Leader Francis Mourey in Eschenbach nicht antreten kann, steigt sein Vorgänger Van Tichelt mit der besten Ausgangslage in den Kampf um das grüne Leadertrikot. Wildhaber, Bertolini und der in Hittnau von einem Defekt gebremste Meisen liebäugeln auch damit, als Gesamtleader ins Finalrennen in Meilen zu gehen.

 

 

Havlikova, Lechner und Majerus

 

Bei den Frauen will sinnt die letztjährige Siegerin der EKZ CrossTour, Pavla Havlikova, auf Revanche. Sie will Vergeltung für die Niederlage in Hittnau, wo sie sich erstmals im direkten Duell den beiden jungen Schweizerinnen Sina Frei und Nicole Koller geschlagen geben musste. Damit sanken Havlikovas Chancen auf die Wiederholung des Gesamtsiegs auf ein Minimum. Obwohl die beiden jungen Schweizerinnen nicht nur in Hittnau positiv überraschen konnten, tragen Havlikova, Eva Lechner (Ita) und Christine Majerus (Lux) die Last der Favoritenrolle. Im Gesamtklassement liegen jedoch Frei, Koller und die dritte starke Schweizerin Jasmin Egger-Achermann an der Spitze!

 

 

Nicole Koller mit Kompromiss am Heimrennen

 

Wie für Wildhaber, ist auch für Nicole Koller das Heimrennen ein ganz spezieller Anlass: "Zu Hause ein solches Rennen zu fahren, ist toll, und ich werde bis zum letzten Meter alles geben", beteuert Koller motiviert. Nach ihrem Sieg in Hittnau vor fünf Wochen legte die ehemalige Juniorinnenweltmeisterin im Mountainbike jedoch eine Trainingspause ein und trainiert erst seit drei Wochen wieder. "In der vergangenen und auch in der kommenden Saison habe ich meine Rennplanung auf die großen Ziele ausgelegt. Da musste ich für Eschenbach schweren Herzes einen Kompromiss eingehen", zeigt sich die 19-jährige aus Schmerikon vorsichtig optimistisch.

 

 

Abfahrt als Zuschauermagnet

 

Eschenbach hat sich nach seiner Rückkehr in den internationalen Crosssport im Jahr 2014, in den letzten beiden Jahren,gleich wieder zu einem Klassiker im Schweizer Rennkalender entwickelt. Die kompakte Strecke und die spektakuläre Abfahrt verlangt den Rennfahrern alles ab und bieten den Zuschauern ein Maximum an Übersicht und Spektakel!

 

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