Zahlen, Daten und Fakten: Deutscher Fahrradmarkt 2015

Der Zweirad-Industrie-Verband e.V. wartet mit den Zahlen, Daten und Fakten zum Deutschen Fahrradmarkt 2015 auf. Es war offenbar ein sehr gutes Jahr für die deutsche Fahrradindustrie – nicht zuletzt aufgrund sich ändernder Trends. Und besonders wohl auch wegen des milden Wetters.

 

Das Mobilitätsverhalten der Deutschen ändert sich rasant, besonders im urbanen Raum, sagt der ZIV.  Das Auto ist immer weniger das Verkehrsmittel der Wahl. Das Fahrrad erfreut sich dafür umso größerer Beliebtheit und war auch 2015 Garant ür ein sehr erfolgreiches Jahr der deutschen Fahrradindustrie.


Wie auch schon in 2014, sorgten ein sehr milder Winter und ein freundliches Frühjahr für einen guten Start in die Fahrradsaison 2015. Und auch der Rest des Jahres bot bestes Fahrradwetter. Das Fahrrad ist im Trend, ist Statussymbol und Lieblingsobjekt, und dafür ist der Kunde gerne bereit, etwas mehr Geld auszugeben. Ob für den Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen, das Fahrrad ist das ideale Fortbewegungsmittel. Sagt der ZIV.


Der Zweirad-Industrie-Verband schätzt den jährlichen Umsatz der Fahrrad-, Teile- und Komponentenindustrie auf ca. 5 Mrd. €. Anteilig davon erzielten Fahrräder und E-Bikes mit 2,42 Mrd. € ein deutliches Umsatzplus von 12 % gegenüber 2014. Auch beim Absatz konnte die Industrie zulegen und verkaufte im vergangenen Jahr 4,35 Mio. Fahrräder und E-Bikes (+6,6 %).


Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Fahrrad (inkl. E-Bikes) über alle Vertriebswege lag im Jahr 2015 bei 557,- € und damit um 5,5 % über Vorjahr. Als Gründe hierfür sind hochwertige Ausstattungen der Fahrzeuge und der erneut gestiegene Anteil an E-Bikes zu nennen. Der ungebremste Boom der E-Bikes ist es auch, der der Industrie nach wie vor sehr viel Freude bereitet. Im Jahr 2015 verzeichnete die Branche erneut ein zweistelliges Wachstum von 11,5 % und es konnten 535.000 Fahrzeuge abgesetzt werden. 2014 waren es noch 480.000 Einheiten. Anteilsmäßig entspricht die Bedeutung des E-Bikes am Gesamtfahrradmarkt nun 12,5 %. Dies ist eine leichte Steigerung zum Vorjahr.

 

Für die erneut gestiegene Begeisterung für das E-Bike ist – wie auch schon in den Jahren zuvor – die Vielfalt der Modelle und Produktkategorien verantwortlich. Die Zielgruppen werden jünger und sportlicher, und gerade das E-Mountainbike erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Aber auch immer mehr E-Lastenräder fahren auf Deutschlands Straßen.


In Europa sind E-Bikes "Made in Germany" weiterhin sehr gefragt. Beim Export konnte ein Plus von 37 % auf 140.000 Fahrzeuge verzeichnet werden.


Der Fahrradbestand insgesamt ist nach Einschätzung des ZIV in 2015 konstant bei 72 Mio. Stück verblieben. Der darin enthaltene Bestand an E-Bikes wird auf rund 2,5 Mio. Fahrzeuge geschätzt.
Betrachtet man die Modellgruppenaufteilung (nach Absatz), so lässt sich ein leichter Rückgang bei City-/Urban-Rädern und erneut ATB feststellen. Profitiert haben Trekkingräder, E-Bikes, Liegeräder und Lastenräder mit jeweils leichten Zuwächsen.


Proportional zur guten Lage der Fahrzeugindustrie entwickeln sich natürlich auch die Ergebnisse der Komponenten- und Zubehörhersteller. Das Feedback der ZIV-Mitgliedsunternehmen zum abgelaufenen Jahr ist überwiegend positiv.


Siegfried Neuberger, Geschäftsführer des ZIV: "Das Jahr 2014 war bereits ein sehr gutes Jahr für die deutsche Fahrradindustrie. Deshalb freut es uns umso mehr, dass dieser positive Trend auch im vergangenen Jahr fortgesetzt werden konnte. Gründe hierfür waren natürlich die sehr guten Witterungsverhältnisse, die gesteigerte Nutzung des Fahrrads in der Alltagsmobilität aber auch die gestiegene Bedeutung des Fahrrads als Trendobjekt und Statussymbol. Wir beurteilen diese Entwicklung als solide, und dies lässt die Branche weiterhin optimistisch in die Zukunft blicken."

 


Der Zweirad-Industrie-Verband e.V. ist die nationale Interessenvertretung und Dienstleister der deutschen und internationalen Fahrradindustrie. Dazu gehören Hersteller und Importeure von Fahrrädern, Fahrradkomponenten, Zubehör und E-Bikes.

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