Sabine Spitz: Auf der Jagd nach Nummer vier!

Sabine Spitz will's noch mal wissen! © Andreas Dobslaff/EGO-Promotion
Sabine Spitz will's noch mal wissen! © Andreas Dobslaff/EGO-Promotion

Sabine Spitz startet am Donnerstag (25.2.) auf Zypern in die Olympiasaison. Beim international sehr gut besetzten Afxentia Mountainbike Etappenrennen testet sie ihre Form. Denn Deutschlands überragende Mountainbikerin hat sich für ihre letzte Olympiasaison noch etwas vorgenommen ...

 

Das "Afxentia Stage Race" feiert Jubiläum. Bereits zum 20. Mal findet das nach einem zypriotischen Freiheitskämpfer benannte Mountainbike-Etappen-Rennen in den Bergen von Zypern statt. Schon oft war es für Sabine Spitz der Einstig in die Saison, die damit in ihren 21 aktiven Jahren wohl schon am häufigsten den frühen Saisonstart auf der östlichsten Mittelmeerinsel für sich genutzt hat, um die Form zu testen. So auch in diesem Jahr, in dem ein Ziel ganz oben auf der Agenda steht: bei ihren fünften Olympischen Spielen die vierte Medaille gewinnen. Schon ihr bereits komplettes Dreierset – Gold, Silber, Bronze – ist Rekord in der Welt der Mountainbiker. Aber die Motivation für ein weiters Mal Edelmetall ist ungebrochen.


"Ich freue mich auf den Saisonstart, speziell auf Zypern. Es ist über all die Jahre neben meiner Heimat am Hochrhein die wichtigste Trainings-Destination geworden. Dort in meine letzte Olympiasaison zu gehen, ist etwas Besonderes für mich. Sportlich geht es für mich vor allem darum, mich wieder an die Wettkampfbelastung zu gewöhnen. Ich brauche immer ein paar Rennen, um wieder meinen Rhythmus zu finden. Deshalb habe ich keine besondere Erwartungen an die Platzierung und hoffe, ein paar Weltranglistenpunkte mitzunehmen."


Diese gibt es reichlich. Denn das Rennen auf Zypern hat den höchsten UCI Status für Etappenrennen. So verwundert es nicht, dass das Starterfeld hochklassig besetzt ist. Mit Sabine Spitz, Gunn-Rita Dahle (NOR) und Julie Bresset (FRA) sind alle drei noch aktiven Olympiasiegerinnen am Start.
 
Den Auftakt der vier intensiven Wettkamptage macht der Prolog in Lefkara. Auf den im Einzelzeitfahr-Modus zu bewältigenden sechs Kilometern wird es ein erstes Feedback geben, wo man sich im Konkurrenzumfeld bewegt. Nach zwei Etappen über die Langdistanz mit jeweils etwa 50  Kilometern, bildet das Cross-Country Rennen am Sonntag im "Machairas Forest" den Abschluss des Etappenrennens. "Neben der Wettkampfbelastung muss man sich auch an das Gelände gewöhnen", sagt Spitz. Das Training im Winter findet überwiegend auf der Straße statt. So muss man auf dem rutschigen Untergrund nun erst wieder die richtige Dosierung finden. Gerade auf Zypern sind die Verhältnisse durch viele Steine, Geröll und Sand nicht einfach und erfordern viel Gefühl.


Die Vorbereitung über den Winter ist für die Marathon-Europameisterin ganz nach Wunsch verlaufen. "Ich war nie krank und hatte eigentlich immer optimale Trainingsbedingungen. Ende November war ich schon mal auf Zypern, um in die Saison-Vorbereitung einzusteigen, und danach war der Winter zu Hause eher ein angenehmer Herbst", zeigt sich Sabine Spitz zufrieden. Zuletzt hat sie auf Gran Canaria fleißig Höhemeter gesammelt, um die richtige Basis zu legen für ihre (wahrscheinlich) letzte Olympia-Saison.

 

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