EKZ CrossTour: Finalsieger Mourey und Lechner

Francis Mourey bei seinem Solo © S.Müssiggang /www.radsportphoto.net
Francis Mourey bei seinem Solo © S.Müssiggang /www.radsportphoto.net

Francis Mourey holte sich im schlammigen Finale der EKZ CrossTour den Tages- und den Gesamtsieg. Marcel Wildhabers Gesamtsiegtraum platzte bei einem heftigen Sturz. Italiens Eva Lechner siegte im neuen Luna-Dress bei den Damen, der Gesamtsieg aber gehörte der Tschechin Pavla Havlikova.  

 

"Meh Dräck" war das Motto im Vorfeld des letzten Laufs der EKZ CrossTour in Meilen, und "meh Dräck" gab es dann auch auf der Strecke. Erstmals bei der EKZ CrossTour mussten die Athletinnen und Athleten eine regelrechte Schlammschlacht durchmachen. Am besten meisterten dies Eva Lechner bei den Frauen und Francis Mourey bei den Herren. Marcel Wildhaber, der das finale Rennen als Leader in Angriff nahm, musste nach einem Sturz verletzungsbedingt aufgeben. Dennoch schaffte er es auf das Podest der Gesamtwertung. Wie auch Simon Zahner und die beiden Schweizerinnen Sina Frei und Nicole Koller.


Doppelschlag von Mourey, Pech für Wildhaber
Als Dritter in der Gesamtwertung startete der siebenfache französische Meister Francis Mourey ins letzte Rennen in Meilen. Und nach dem Motto "Alles oder nichts" drehte er auch gleich von Beginn an mächtig auf. Noch in der ersten Runde setzte sich der Franzose auf der technisch sehr anspruchsvollen Strecke ab und verwaltete danach seinen Vorsprung von rund einer halben Minute souverän bis ins Ziel. Während er vorne einsam seine Runden drehte, lieferten sich seine Kontrahenten packende Duelle.

 

Nach einem Sturz in der dritten Runde musste Marcel Wildhaber das Rennen verletzungsbedingt aufgeben und konnte nicht mehr um den Gesamtsieg mitkämpfen. Auch der bisherige Zweite, Simon Zahner, war nicht in der Lage, ganz vorne mithalten zu können und wurde am Ende Siebter. Währenddessen sicherte sich der Deutsche Sascha Weber nach einer starken Fahrt den zweiten Rang, und knapp dahinter feierte der junge Schweizer Lars Forster den guten dritten Rang.


Mit seinem Sieg im letzten Rennen sicherte sich Mourey auch gleich den Gesamtsieg. Simon Zahner konnte seinen zweiten Gesamtrang verteidigen, und Pechvogel Marcel Wildhaber wurde am Ende in der Gesamtwertung immerhin noch Dritter.

 

Mourey vor Weber und Forster © S.Müssiggang /www.radsportphoto.net
Mourey vor Weber und Forster © S.Müssiggang /www.radsportphoto.net
Lechner vor Havlikova und Heigl © S.Müssiggang /www.radsportphoto.net
Lechner vor Havlikova und Heigl © S.Müssiggang /www.radsportphoto.net

 

Überlegene Eva Lechner, Havlikova mit Gesamtsieg
Bei den Frauen sah schon vor dem Rennen alles nach einem klaren Gesamtsieg für die Tschechin Pavla Havlikova aus. Mit drei Siegen und einem zweiten Platz in der laufenden EKZ CrossTour hatte sie ein beruhigendes Polster auf die beiden Schweizerinnen Sina Frei und Nicole Koller. Am Ende machte aber die Italienische Meisterin Eva Lechner in Meilen das Rennen um den Tagessieg. In überlegener Manier siegte sie mit fast eineinhalb Minuten Vorsprung auf die Tschechin Havlikova.

 

Dahinter sicherte sich die Österreicherin Nadja Heigl erstmals einen Podestplatz bei der EKZ CrossTour. Die Schweizerinnen Nicole Koller und Sina Frei belegten beim letzten Lauf in Meilen die Ränge vier und sechs und konnten so auch ihre Podestplatzierungen in der Gesamtwertung verteidigen. Den Gesamtsieg dort sicherte sich wie erwartet Pavla Havlikova. Die Italienerin Eva Lechner, die nur drei von fünf Rennen bestritt, kam mit zwei Siegen und einem zweiten Platz immerhin noch auf den vierten Gesamtrang.

 

Makelloser Loris Rouiller
Bemerkenswert ist auch die Leistung des Westschweizers Loris Rouiller, der bei den Herren U17 mit fünf Siegen in fünf Rennen als einziger Teilnehmer der EKZ CrossTour sämtliche Rennen seiner Kategorie gewinnen konnte. Auch der Zweitplatzierte in dieser Kategorie war mit Luca Schätti über alle fünf Rennen immer derselbe Fahrer.

 

EKZ CrossTour ein großer Erfolg
"Es ist ein Schritt in die richtige Richtung", freute sich Christian Rocha, Präsident der EKZ CrossTour nach dem fünften und letzten Rennen in Meilen. "Wir hatten über alle Rennen hinweg sehr erfreuliche und vor allem wachsende Teilnehmerzahlen. Auch qualitativ konnten wir sehr gute Starterfelder präsentieren. Besonders erfreulich war, dass die Schweizer über alle Kategorien hinweg und speziell natürlich bei den Elite-Kategorien vorne mitfahren konnten."

 

Dass die EKZ CrossTour inzwischen zu einer der wichtigsten Rennserien außerhalb Belgiens geworden ist, bestätigte auch das steigende Medieninteresse. Auch der weltweite Livestream der beiden Eliterennen in Meilen stieß auf reges Interesse.
Die EKZ CrossTour gibt’s auch in der kommenden Saison wieder, und sie dürfte in einem ähnlichen Rahmen wie in dieser Saison durchgeführt werden.

 

Havlikova auf dem Weg zum Gesamtsieg © S.Müssiggang /www.radsportphoto.net
Havlikova auf dem Weg zum Gesamtsieg © S.Müssiggang /www.radsportphoto.net

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