Eva Lechner im Cross: Weltklasse aus Südtirol

Eva Lechner © EGO-Promotion/Küstenbrück
Eva Lechner © EGO-Promotion/Küstenbrück

Giro-Cross: Normalerweise kennt man den Giro nur von der Straße. Rosarote Stimmung im Frühling. Der Giro d'Italia im Cross ist auch rosa. Zumindest im Logo findet sich die bekannte Radsport-Farbe. Anders die Bedingungen. Schlammiger Untergrund, geschulterte Räder.


Text: Dr. Josef Bernhart

Uneingeschränkt groß die Begeisterung. Italien ist und bleibt eine Radsportnation. Und hat ihre Helden. Vincenzo Nibali auf der Straße beispielsweise. Der Gewinner des Giro 2013 überlegt im Olympiajahr die Ö-Tour zu fahren. Das hat in Österreich bereits hohe Wellen geschlagen. Und große Hoffnungen geweckt.
 
Italiens Heldin
Italiens Hoffnungen liegen derweil auf der Südtirolerin Eva Lechner. Beachtlich: die Eppanerin (Nähe Kalterer See) ist nicht nur auf dem Mountainbike Weltklasse, sondern auch auf der Straße und im Cross. Mehr noch: Eva Lechner hat vor wenigen Wochen die Sensation geschafft. Als erste Italienerin überhaupt trug sie nach ihrem Weltcupsieg (dem zweiten in ihrer Cross-Karriere) im niederländischen Valkenburg das Leader-Trikot im Weltcup. Italien hatte eine neue "alte" Heldin auf zwei Rädern. Am kommenden Wochenende, dem Nikolaustag, ist Eva Lechner wieder im Einsatz. Die aktuell Zweite im Cross-Weltcup kämpft auf heimischem Terrain in Asolo in der Provinz Treviso um Anerkennung und einiges mehr.
 
Sieg im Visier
"Wenn nichts dazwischenkommt, so müsste ein Sieg möglich sein", sagte die sympathische Südtirolerin im Interview vor der Abreise. Und ergänzt: "Jetzt bin ich wieder ganz auf der Höhe, habe nach meiner Urlaubspause das volle Trainingsprogramm absolviert. Ich fühle mich gut und bin top motiviert."


Der Parcours dürfte Eva Lechner liegen. Der Rundkurs von drei Kilometern Länge teilt sich in zwei Abschnitte. Einen Mix aus Asphalt und Schlamm. Teils befahrbar, teils überhaupt nicht. Dann heißt es das Rad schultern und die Hindernisse überspringen. Eva Lechner schreckt das nicht. Sie mag derart Abwechslung.


Abwechselnd geht auch in der Cross-Saison weiter. Nach einem weiteren Renneinsatz in ihrer Heimat geht es zum EKZ-Cross in die Schweiz, bevor in Belgien am 20. Dezember, genau genommen in Namur und am 26. Dezember in Heusden-Zolder zwei weitere Weltcuprennen in diesem Jahr anstehen. 



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