Vom Spitzenbiker zum Teammanager

Das schweizerische Stöckli Pro Team kriegt als neuen Teammanager einen Mann, der bis zu seinem Rücktritt nach der abgelaufenen Saison selbst einer der besten Ridegenossen aller Zeiten war: Ralph Näf wird nicht nur das Team leiten, er wird auch bei der Entwicklung der Rennbikes ein Wörtchen mitreden.


Der 35-jährige Thurgauer, der nicht zuletzt auch eine gesunde Portion Humor mitbringt, übernimmt die Aufgaben von Thomas Stoll. Näf leitet ein Team, dem mit Jolanda Neff die derzeit beste Schweizer Fahrerin und mit Mathias Flückiger wiederum einer der derzeit besten Eidgenossen angehört.


Neu ist bei Stöckli das Engagement in der Nachwuchsförderung, das mit der Verpflichtung von Alessandra Keller ein weiterer starker Akzent im Team sein wird. Keller war Junioren-Welt- und Europameisterin und konnte bereits in ihrem ersten U23-Jahr mit dem zweiten Platz im Gesamtweltcup auftrumpfen.

Näf sieht seine Aufgabe darin, das Fundament für die Topleistungen der Pro Team Athleten zu legen: !Mein Ziel ist es, zusammen mit den Athleten des Stöckli Pro Teams die besten Voraussetzungen für deren Erfolge zu schaffen. Daran werde ich mit meinem ganzen Herzblut arbeiten! Zudem werde ich auch beim Testen und Ent-wickeln der neuen Stöckli Bikes stark involviert sein."

Der nerven- und bärenstarke Näf gehörte einige Jahre zu den besten Mountainbikern der Welt. 2003 holte er seinen ersten Europameister-Titel, und im Jahr 2006 räumte Näf gleich reihenweise ab. An der EM gewann er innert sieben Tagen drei Medaillen (MX+Team Gold, XC Bronze). Nur wenig später gab es an der Marathon-Weltmeisterschaft in Frankreich das erste Regenbogen-Trikot.

Seine Nervenstärke bewies Näf auch an den Weltmeisterschaften: Er holte Silber in Fort William und Bronze in Val di Sole. 2012 wurde Näf zum ersten Eliminator-Weltmeister der Geschichte. 

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