Eva Lechner: Top-Ten in Val di Sole





Kein Sonnenschein im Sonnental. Und trotzdem ein Lichtblick. Val di Sole war für Eva Lechner zwar nicht ganz der erhoffte Saisonabschluss. Aber ein Platz unter den besten Zehn kann sich sehen lassen. Was am Ende bleibt? Eine konstante Weltcupsaison und das Hoffen auf die WM.

 


Heimrennen
Eva Lechner hatte in Nordamerika (Mont-Sainte-Anne und Windham) zwei konstante Weltcuprennen gefahren. Sie belegte jeweils Platz elf im Cross-Country-Elitebewerb. Und dies, obwohl in Windham der Sattel brach. Ein Materialdefekt, der am Ende eine Top-Ten-Platzierung verhinderte. Derart motiviert und voller Erwartung startete Eva Lechner zu ihrem „Heimrennen“ in Val di Sole (Provinz Trient). „Ich habe mich sehr auf Trient gefreut, auch weil ich weiß, dass dort die meisten meiner Fans hinkommen“, sagte eine stets gut gelaunte Eva Lechner vor dem Start. Die Freude war umso größer, als sich nicht nur zahlreiche Fans und Freunde am Parcours eingefunden hatten, um „ihre Eva“ anzufeuern, sondern auch Colnago-Team-Präsident Erminio Bolgiani direkt aus Mailand sowie Felicetti-Marketingchef Daniele Bighignoli.
 
Top-Ten
Und einige Zeit sah es auch so aus, als wäre ein Spitzenergebnis in Reichweite. Nach der ersten Runde noch unter den besten fünfzehn, kam Eva Lechner mit einer soliden Fahrweise immer näher an die Besten heran. Schon in Runde zwei fuhr die Südtirolerin und Italiens Beste auf dem Mountainbike als Achte über die Ziellinie. In Runde drei war Lechner bereits auf Platz sieben. Doch dann wurde das Tempo immer höher. Eva Lechner versuchte ihr Möglichstes. „Ich wollte dranbleiben, aber weil ich zu Beginn nicht optimal weg kam und einiges aufholen musste, gingen mir am Ende etwas die Kräfte aus“, so ihr Fazit nach dem Rennen. Während vorne die Post abging und sich die Schweizerin Jolanda Neff mit der Dänin Annika Langvad einen packenden Zweikampf lieferte, kam Eva Lechner noch als gute Zehnte ins Ziel. Den Sieg holte sich Annika Langvad. Es war ihr erster Weltcupsieg überhaupt. Jolanda Neff kam auf Rang zwei und gewann damit unangefochten den Gesamtweltcup 2015. Dort scheint Eva Lechner mit 529 Punkten auf dem elften Platz auf.
 
Ziel Weltmeisterschaft
„Nun geht es erst einmal nach Hause und dann voll konzentriert Richtung WM“, so Eva Lechner mit etwas Abstand vom Rennen. Die Weltmeisterschaften finden in diesem Jahr in Andorra statt. Und zwar vom 4. bis zum 6. September 2015. Die Vorbereitungen und der Kurs passen. Damit bleibt die Chance für die Südtiroler Colnago-Fahrerin und amtierende Vize-Europameisterin, zum Abschluss der Rennsaison noch einmal auf das begehrte Treppchen zu fahren.
 
Text: Dr. Josef Bernhart

Dunkle Wolken im „Tal der Sonne“ und trotzdem hoffnungsvoll: Eva Lechner fährt zum Saisonabschluss noch einmal unter die Top-Ten © EGO-Promotion
Dunkle Wolken im „Tal der Sonne“ und trotzdem hoffnungsvoll: Eva Lechner fährt zum Saisonabschluss noch einmal unter die Top-Ten © EGO-Promotion

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