Thurau kehrt zurück: Deutsches Rad-Idol in Südtirol unterwegs

 Vor einem Jahr beim Giro in Latsch: Didi Thurau mit seinem jüngsten Sohn Urs (l.) und Gastgeber Martin Pirhofer (m.) © Sabine Jacob
Vor einem Jahr beim Giro in Latsch: Didi Thurau mit seinem jüngsten Sohn Urs (l.) und Gastgeber Martin Pirhofer (m.) © Sabine Jacob





Vor gut einem Jahr stand Südtirol ganz im Zeichen des Giro d'’Italia. Die Königsetappe führte über das bekannte Stilfserjoch bis ins Martelltal. Ein besonderer Tag für alle Radsportfans, aber auch für die Südtiroler Gemeinden Latsch und Martell. Und mit einem besonderen Gast: Rennrad-Legende Dietrich "Didi" Thurau. Er bewirbt die App "Giro-Challenge-Martelltal".


Redaktion: Dr. Josef Bernhart/EURAC


Didi Thurau, mehrfacher Tour- und Giro-Teilnehmer, war eigens ins Südtiroler Latsch gekommen, um für die App "Giro-Challenge-Martelltal" zu werben. Das Besondere an der neuen App: Hobbysportler können sich ab Goldrain bis ins Etappenziel direkt mit den Profis messen. Kostenlos und ganz einfach über ihr Smartphone. In dieser Form einzigartig.


Entwickelt hat die App ein Forscherteam der EURAC gemeinsam mit der Freien Universität Bozen. Didi Thurau, dessen Sohn Björn am letztjährigen Giro teilnahm, war begeistert von der Idee. Vorher kannte der einstige Tour-Held den Vinschgau nur von Erzählungen. Von den guten Äpfeln und dem legendären Stilfser-Joch. Und Thurau versprach: "Ich komme wieder." Die Gastfreundschaft hatte ihn überzeugt.


Rennrad-Legende Didi Thurau in Südtirol unterwegs: "Tolle Radwege und nette Menschen" © Martin Pirhofer/Hotel Jagdhof
Rennrad-Legende Didi Thurau in Südtirol unterwegs: "Tolle Radwege und nette Menschen" © Martin Pirhofer/Hotel Jagdhof


Gesagt, getan. Anfang Juni 2015 war es so weit. Dietrich Thurau war erneut in Südtirol unterwegs. Und diesmal mit dem Rennrad. Ein besonderes Erlebnis, denn nur mehr selten steigt er aufs Rad. "Ich bin topfit, spiele aber heute vor allem Tennis", sagte Thurau in Latsch und zeigte sich nach wie vor bestens über das aktuelle Renngeschehen informiert. Vor allem hofft er auf einen Tour-Start seines Sohnes Björn: "Wenn Björn in diesem Jahr die Tour fährt, dann geht ein Kindheitstraum in Erfüllung. Ich bin von den Organisatoren eingeladen und vor Ort mit dabei."
 
Die Touren von Didi Thurau führten ihn mit einer Gruppe Hobbyfahrer durch die Rennrad- und Mountainbikeregion Vinschgau sowohl von Latsch in Richtung Meran als auch bis zum Reschenpass. Am Rande der Fahrten gab es genügend Zeit für intensive Gespräche und Erinnerungen an die große Zeit des deutschen Rad-Idols. An seine 15 Tage im gelben Trikot bei der Tour 1977 mit fünf Etappensiegen. Oder an die gemeinsamen Erfolge mit Francesco Moser und Giuseppe Saronni. Und es zeigte sich: Thurau ist nach wie vor gefragt und lobte den Vinschgau: "Tolles Ambiente, nette Menschen und super Radwege."
 


Link zur Giro-App: www.tiny.cc/girochallenge
YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=wur0GM1cyho
 

Früher (1983 im Team von Giuseppe Saronni) und heute: Didi Thurau mit Josef Bernhart (EURAC-Bozen) ©  Sabine Jacob
Früher (1983 im Team von Giuseppe Saronni) und heute: Didi Thurau mit Josef Bernhart (EURAC-Bozen) © Sabine Jacob

Kommentar schreiben

Kommentare: 0