E-Race in der Münchner Rushhour: E-Biker triumphiert über MVV und Auto


Beim ersten Münchner E-Race am 3. Juni setzte sich der E-Biker auf seinem S-Pedelec (bis 45 km/h) mit deutlichem Abstand gegen den MVV-Nutzer und die Autofahrerin durch. Drei Berufspendler traten am Mittwochabend in der Rush-Hour gegeneinander an, um herauszufinden, welches Verkehrsmittel zu Stoßzeiten das effizienteste ist.

Die etwas mehr als sechs Kilometer umfassende Strecke führte einmal quer durch die Stadt: vom Nordbad zum Rosenheimer Platz und wieder zurück, mit Zieleinlauf am Wunjoo-Store. Gewinner mit einer Fahrzeit von 28 Minuten

war der E-Biker, gefolgt von der Autofahrerin mit 44 Minuten. Das Schlusslicht bildete der MVV-Nutzer mit 52 Minuten.


"Der Live-Test hat bewiesen, was wir schon immer wussten: Das E-Bike ist im innerstädtischen Verkehr unschlagbar und gerade für Berufspendler eine echte Alternative zu Auto und öffentlichem Nahverkehr", freut sich Jörg Simm, Geschäftsführer von Wunjoo, dem E-Bike-Spezialisten vom Nordbad. Die Strecke war so ausgeglichen gewählt, dass theoretisch jeder der drei Teilnehmer die Nase hätte vorn haben können. Umso spannungsgeladener war die Stimmung im Store: Die drei Teilnehmer trafen letzte Vorkehrungen, und die Gäste fieberten dem Wettlauf der drei Verkehrsmittel entgegen.


Um 17.00 Uhr erfolgte der Startschuss an der Schleißheimer Straße 140. Biker und Autofahrerin fuhren beide in Richtung Leopoldstraße davon, der MVV-Nutzer eilte zum Hohenzollern-Platz, um die nächste U2 zu erwischen. Gut 20 Minuten weist die Münchner Fahrplanauskunft für die Strecke zum Rosenheimer Platz mit Umstieg am Hauptbahnhof in die S-Bahn aus. Auf den Straßen Münchens lieferten sich zeitgleich Autofahrerin und Radler ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Über das Herz von Schwabing, die Ludwigsstraße, ging es auf die Von-der-Tann-Straße und dann auf den Karl-Scharnagl-Ring.


Während sich die Autofahrerin immer wieder in die langen Schlangen an den Ampeln einreihen musste, zog der E-Biker auf dem Radweg sportlich-gelassen an ihr vorbei und verschaffte sich einen großen Vorsprung. Immerhin schafft sein E-Bike in der Spitze bis zu 45km/h, damit ist es in der Stadt ein ebenbürtiger Konkurrent zum Auto. Und so setzte er sich am Deutschen Museum vorbei über die Ludwigsbrücke bergauf Richtung Haidhausen von der

Autofahrerin ab und erreichte als Erster den Rosenheimer Platz. Der MVV-Pendler befand sich zu dieser Zeit noch in der S-Bahn. Fast zeitgleich kamen der E-Biker und die Autofahrerin an der Zwischenetappe an – mit 6 Minuten Abstand zum Radler.


Nun ging es wieder zurück in Richtung Ziel. Radler und Autofahrerin blieben ihrer Hinfahrt-Route treu – genauso hielt es auch der Teilnehmer, der die öffentlichen Verkehrsmittel nutzte. Immerhin kann er störungsfrei die sehr gute S-Bahn-Verbindung der Stammstrecke zuruück zum Hauptbahnhof nutzen.


Der Sieg des ersten Münchner E-Race ging an den E-Biker. Unter großem Jubel fuhr er um 17.28 Uhr über die Ziellinie am Wunjoo-Store. Um 17.44 Uhr folgte die Autofahrerin, und der Letzte war der MVV-Pendler um 17.52 Uhr.


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