Supertalent Helen Grobert: Olympianorm schon erfüllt

 © Andreas Dobslaff/EGO Promotion
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Helen Grobert sorgte schon in der Vorwoche in Nove Mesto mit Rang neun für eine Riesenüberraschung bei ihrem ersten Elite-Weltcup.


Mit Rang sechs in Albstadt konnte sie nicht nur ihre bestechende Form bestätigen, sondern auch noch sich selbst überraschen.

Helen Grobert konnte nach ihrem Rennen nicht nur die Glückwünsche ihrer Teamkolleginnen entgegen nehmen. Nach ihrem überzeugenden Rennen in der Vorwoche setzte die Freiburgerin noch einen oben drauf und sorgte nach zwei furiosen Schlussrunden mit Rang sechs für die nächste Sensation: "Ich bin erneut sprachlos. Klar wollte ich nach Nove Mesto wieder in die Top-15 fahren, aber hier in Albstadt am Ende sogar das Podium in Sichtweite zu haben, kann ich gar nicht fassen."

 

Die letztjährige U23 Fahrerin wurde vom deutschen Publikum zur Erfüllung der vollen Olympianorm getragen:
"Am Anfang war ich in einer Riesengruppe mit etwa zehn Konkurrentinnen und hatte immer eine recht schlechte Position, ich habe mich aber davon nicht verrückt machen lassen. Als sich dann nach zwei Runden alles sortiert hatte, ging es einfach nur noch darum, wer die besten Beine bergauf hat. Zugegeben, Albstadt ist nicht meine Lieblingsstrecke, aber dass es hier so gut ging, stimmt mich doch recht optimistisch. Danke an alle Fans am Streckenrand, eure Unterstützung war unglaublich."

 

Von Rang vierzehn in der ersten Runde ging es für die Schwarzwälderin im Laufe des Rennens immer weiter
nach vorne, auch wenn sie in der dritten Runde einen kleinen Durchhänger verspürte: "Ich musste mich kurz
zusammenreißen, um auch wirklich genug zu trinken. Danach ging es mir aber wieder gut, und ich habe gemerkt, dass ich mich nicht vor den großen Namen zu verstecken brauche."

 

Lange lag sie mit Rebecca Henderson auf Rang sieben und acht, ehe sie in der letzten Runde eine Dreiergruppe um die letzten beiden Podiumsplatzierungen kämpfen sah: "Ich habe dann einfach versucht, die Gruppe vor der Abfahrt noch einzuholen. Dann war Rebecca schon weg, und ich konnte Irina (Kalentieva) noch vor der Kuppe überholen. Bis ins Ziel tat es dann nochmal richtig weh, aber es hat gereicht. Ich kann wieder nur Danke an alle sagen, meine Familie und Freunde am Streckenrand, für den ausgezeichneten Support und das neue Wahnsinnsbike, das ich von Ghost bekommen habe."

 

Im Ziel gab's eine herzliche Umarmung von Teamchef Tom Wickles  © Andreas Dobslaff/EGO Promotion
Im Ziel gab's eine herzliche Umarmung von Teamchef Tom Wickles © Andreas Dobslaff/EGO Promotion

Während des Rennens in Albstadt präsentierte Ghost sein neues Hardtail "Lector", das in Zusammenarbeit mit dem Ghost Factory Racing Team entwickelt wurde. Nach einer langen Testphase im Winter und zu Beginn der Saison wurde das Bike in Albstadt erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und Helen Grobert gelang damit auch gleich ein gelungener Einstand.



Das neue Ghost Lector © Andreas Dobslaff/EGO Promotion
Das neue Ghost Lector © Andreas Dobslaff/EGO Promotion

 Helen Grobert auf ihrem Weg nach oben © Maxime Schmid/EGO Promotion
Helen Grobert auf ihrem Weg nach oben © Maxime Schmid/EGO Promotion

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