Eva und Alfredo: Eva Lechner beim "Trofeo Alfredo Binda 2015"

Eva Lechner beim Trofeo Alfredo Binda 2015 © COR VOS/Sabine Jacob
Eva Lechner beim Trofeo Alfredo Binda 2015 © COR VOS/Sabine Jacob





Alfredo Binda ist Kult. In Italien eine Legende. Genauso wie Fausto Coppi oder Gino Bartali. Lange vor Moser, Saronni oder Cipollini haben Typen wie er den Radsporthimmel erobert. Sie haben Geschichte geschrieben. Und es gibt Rennen, die ihren Namen tragen.


Redaktion: Dr. Josef Bernhart


Top-Stars am Start
Es ist der "Trofeo Alfredo Binda", der seit über 40 Jahren ausgetragen wird, seit 2008 als Weltcuprennen der Frauen. Und das Rennen findet traditionell in Cittiglio (Provinz Varese, Region Lombardei) statt, Heimatort von Rennradlegende Alfredo Binda. In diesem Jahr hatten 24 Profi-Teams für das Eliterennen gemeldet. Mit allen Stars des internationalen Frauenradsports. Pauline Ferrand-Prevot beispielsweise. Die Französin ist amtierende Straßen- und Crossweltmeisterin und hat auch im MTB-Cross-Country eine lange Erfolgsliste. Aktuelle Europameisterin und Staffelweltmeisterin. Pauline Ferrand-Prevot fährt für das Rabo-Team. Ebenso am Start Jolanda Neff aus der Schweiz. Dreifache und amtierende U-23-Weltmeisterin und Gesamtsiegerin im Cross Country-Weltcup 2014. Die junge Schweizerin ist mit einer anderen Top-Athletin befreundet. Gemeint ist Eva Lechner. Die Südtirolerin wurde ebenso als Anwärterin auf die Alfredo-Binda-Trophäe gehandelt. Jolanda Neff und Eva Lechner waren vor kurzem gemeinsam im Trainingslager in Frankreich. Schon zum zweiten Mal, wie Eva Lechner betont.
 
Legende Alfredo Binda
Auch wenn jede Epoche ihre Super-Stars hat, sind Radrennen heutzutage doch etwas weniger vorhersehbar als zu Zeiten von Alfredo Binda. Als erfolgreichster Radprofi der 1920er-Jahre gewann Binda insgesamt fünfmal den Giro d’Italia. Genauso oft wie Fausto Coppi und Eddy Merckx. Insgesamt 41 Etappensiege gehen auf das Konto von Binda. Erst "Super-Mario" Cipollini stellte diesen Rekord beim Giro 2003 ein. Im Jahre 1930 wurde Alfredo Binda gedrängt, auf seine Giro-Teilnahme zu verzichten. Die Organisatoren glaubten, das Etappenrennen damit offener zu halten. Binda wurde für sein Fernbleiben mit der Sieg-Prämie entschädigt.
 
Sieg für Armitstead, Eva Lechner angeschlagen
Auf den Spuren von Alfredo Binda gab es für Eva Lechner am 29. März 2015 jedoch nicht viel zu holen. "Ich habe mich schon von Beginn an nicht gut gefühlt, hatte Probleme mit der Verdauung und mit der Atmung. Damit waren auch die Beine schlapp", so eine etwas angeschlagene Eva Lechner auf dem Weg nach Hause. Für die Colnago-Fahrerin (2015 erstmals im Team mit Fabian Giger aus der Schweiz, Anm.d.Red.) ist damit die Straßen-Saison erst einmal beendet. Das erste Mountainbike-Rennen steht am 12. April in Montichiari (zweite Etappe der Internazionali-d'Italia) an. "Dann werde ich sehen, wie gut es auf dem Mountainbike läuft. Jedenfalls freue mich schon sehr darauf", ergänzt eine zuversichtliche Eva Lechner. Die Binda-Trophäe 2015 holte sich die Britin Elizabeth Armitstead vor Pauline Ferrand-Prevot (Rabo-Team) und Team-Kollegin Anna Van Der Breggen.



Eva Lechner beim Trofeo Alfredo Binda 2015 © COR VOS/Sabine Jacob
Eva Lechner beim Trofeo Alfredo Binda 2015 © COR VOS/Sabine Jacob

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