EKZ CrossTour Hittnau: Venturini übernimmt, Frei sorgt für Premiere

Clément Venturini siegt in Hittnau © Steffen Müssiggang
Clément Venturini siegt in Hittnau © Steffen Müssiggang


Der dritte Renntag der EKZ CrossTour in Hittnau ist mit einem hochstehenden Eliterennen zu Ende gegangen. Ganz am Schluss triumphierte der Franzose Clément Venturini in einem Zweiersprint vor dem Deutschen Sascha Weber. Rang drei sicherte sich Arnaud Grand, der damit für den ersten Schweizer Podestplatz bei den Herren Elite an der EKZ CrossTour sorgte.


Auch bei den Elite-Damen fiel die Entscheidung in einem Zweiersprint. Um Haaresbreite triumphierte Sina Frei bei den Frauen und realisierte damit den ersten Schweizer Elite-Sieg an der EKZ CrossTour.



Bis es beim Herrenrennen zum finalen Schlusssprint zwischen Venturini und Weber kam, blieb die Ausgangslage lange offen. Bis etwas mehr als eine Runde vor Schluss kamen noch gut zehn Fahrer für den Sieg in Frage. Darunter war nebst den drei Schweizern Arnaud Grand, Simon Zahner und Marcel Wildhaber auch der Italiener Enrico Franzoi, der die beiden letzten Jahre hier in Hittnau gewinnen konnte. Aus dem Hattrick wurde allerdings nichts.


Als Sascha Weber kurz vor der letzten Zielpassage mit einer Attacke für eine Aufsplitterung der Spitzengruppe sorgte, musste sich Franzoi geschlagen geben. In der letzten Runde gelang es schließlich nur noch Venturini und Grand zum Spitzenfahrer aufzuschließen. Nach einem leichten Ausrutscher von Arnaud Grand in der technisch anspruchsvollen Abfahrt waren dann auch die Schweizer Siegeshoffnungen auf einen Schlag vorbei.


Venturini und Weber erreichten die Zielgerade schließlich zu zweit. Im Sprint ließ der Franzose seinem deutschen Kontrahenten aber keine Chance, holte sich den Sieg und durfte sich im Anschluss auch gleich noch das Leadertrikot des Gesamtführenden der EKZ CrossTour überstreifen lassen. Ein Rennen vor Schluss führt er nun mit 38 Punkten Vorsprung auf seinen Landsmann Francis Mourey, der in Hittnau nicht am Start stand.


Sina Frei mit Wimpernschlag-Finish

In einem wortwörtlich bis zum letzten Millimeter hochstehenden Rennen entzückten die erst 17-jährige Sina Frei und ihre sechs Jahre ältere Kontrahentin Marlène Petit aus Frankreich die Zuschauer am Streckenrand. Nachdem die beiden Erstplatzierten in der EKZ CrossTour-Gesamtwertung, Eva Lechner und Nicole Koller, nicht am Start waren, witterten die anderen Fahrerinnen ihre Chance.


Schon früh im Rennen bildete sich mit Sina Frei, Marlène Petit und Juliette Labous eine Dreierspitze, die das Rennen fortan bestimmte. Im Finale musste Labous ihre beiden Begleiterinnen aber ziehen lassen, und vorne entbrannte ein packender Kampf um den Sieg. In der letzten Runde übernahm Frei in der steilen Laufpassage hinauf auf den Schlosshügel die Spitze und nahm die schwierige Abfahrt als erste in Angriff. Entscheidend absetzen konnte sie sich aber nicht und so kam es zum Zweiersprint.


Aus der zweiten Position kommend, zeigte Frei ein starkes Finish und sicherte sich den Sieg vor der Französin Petit. Die Entscheidung war so knapp, dass die Jury zunächst einige Minuten brauchte, bis die Siegerin definitiv ermittelt werden konnte. "Ich bin sehr glücklich, dass es am Ende gereicht hat", erzählte eine erleichterte Sina Frei nach der Siegerehrung, "das Rennen war sehr hart. Die abwechslungsreiche Strecke und die vielen tollen Zuschauer machten das Rennen aber zu einem besonderen Erlebnis."


In der Gesamtwertung gab es keine Änderung. Eva Lechner liegt trotz der heutigen Abwesenheit mit ihren beiden Siegen nach wie vor auf Platz eins. Entschieden ist allerdings noch nichts, und es deutet vieles auf ein spannendes Finale in sechs Wochen in Eschenbach hin.



Zielsprint der Damen © Steffen Müssiggang
Zielsprint der Damen © Steffen Müssiggang
Die Brunox-Hürde © Steffen Müssiggang
Die Brunox-Hürde © Steffen Müssiggang
Wiesenabfahrt im Herrenrennen © Steffen Müssiggang
Wiesenabfahrt im Herrenrennen © Steffen Müssiggang

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