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STORY - Jahrhundert der Fahrradhandschuhe

 Handschuhe waren in der Vergangenheit Luxusartikel, die entsprechend hohe Qualität hatten und von wirklichen Spezialisten in mühevoller Arbeit, wie hier 1949 im Pidinger Werk von Chiba, angefertigt wurden.
Handschuhe waren in der Vergangenheit Luxusartikel, die entsprechend hohe Qualität hatten und von wirklichen Spezialisten in mühevoller Arbeit, wie hier 1949 im Pidinger Werk von Chiba, angefertigt wurden.

Vom Bremshandschuh zum Hightech-Produkt für die Fahrradbranche:

Die Geschichte des Fahrradhandschuhs ist auch eine Erfolgsgeschichte des Fahrradsports. Radhandschuhe schützen nicht nur bei Stürzen, sie sind auch ein Garant fürs sicheres Radfahren in kritischen Situationen. 

Der ambitionierte Fahrer ist jedem Wetter ausgesetzt. Galt früher der Friesennerz als erste Wahl, um sich beim Radfahren vor Regen, Wind und Kälte zu schützen, tragen Mann und Frau heute hochwertige und funktionale Fahrradbekleidung, um sicher und elegant ans Ziel zu kommen. Das Interesse an ausführlichen Informationen rund um Fahrradhosen, Softshell-Jacken und Fahrradhelmen hinsichtlich Form und Funktion ist enorm. Dass allerdings beim Schutz der Hände in der Regel desinformiert ins Regal gegriffen wird, ist umso unverständlicher. Denn ein guter Fahrradhandschuh erfüllt weitaus mehr Aufgaben, als nur vor Wind und Wetter zu schützen. Ein guter Fahrradhandschuh schützt vor Blessuren und Verletzungen.

Im Leistungsfahrradsport sind Handschuhe - das Bild zeigt den ersten Chiba-Handschuh - ein wesentlicher Teil des Erfolgs.
Im Leistungsfahrradsport sind Handschuhe - das Bild zeigt den ersten Chiba-Handschuh - ein wesentlicher Teil des Erfolgs.
100 Jahre Fahrradhandschuhe
Die ersten Bilder mit Radrennfahrern, die einen fingerlosen Rennhandschuh trugen, lassen sich auf das Jahr 1921 datieren. So posiert Albrecht Dobbrack vom RC Adler Lichtenberg nach der Klassiker-Radfernfahrt „Rund um Berlin“ mit Siegerkranz, Rennrad und Fahrradhandschuh. Eine genaue zeitliche Zuordnung lässt sich daraus nicht herleiten. Doch mit dem professionellen Fahrradsport dürfte der Handschuh aus einfachem Leder ins Blickfeld der Fahrradszene gerückt sein. Das war vor nahezu 100 Jahren. Heute handelt es sich um Hightech-Produkte, die zahlreiche Aufgaben erfüllen, wie uns Marcus Chiba erklärt.
„Zum Einsatz kommen die modernsten Materialien“, erklärt im Gespräch mit VeloTotal Business der Geschäftsführer der in Teisendorf ansässigen Chiba Gloves Germany GmbH.

 

Die hochrobusten Materialien, die er unter anderem für seine Produkte nutzt, sind dabei nicht nur atmungsaktiv und übernehmen antibakterielle Funktionen. Manche sind auch sonnendurchlässig, um für eine nahtlose Bräune zu sorgen. Ein speziell entwickeltes Gel, welches im Handschuh verarbeitet wird, versteift sich bei einem Aufprall in Bruchteilen einer Sekunde, während es sonst weich und flexibel die Druckstellen absorbiert. Ein wichtiges Detail. Immerhin sind die Hände der wichtigste Kontaktpunkt des Fahrers mit seinem Rad. Und das sogenannte Loge-de-Guyon-Syndrom, welches durch langandauernde oder wiederholte Kompressionen und stetig hohen Druck auf den Handballen entsteht, ist sehr schmerzhaft. Schmerzhafter als kalte Hände, die moderne Handschuhe heute mit Isolationsstoffen aus der Raumfahrt, sehr gut vermeiden.
 Die Polsterung des BioXCell entlastet die empfindlichen Hände und das griffige Material sorgt für einen guten Halt am Lenker.
Die Polsterung des BioXCell entlastet die empfindlichen Hände und das griffige Material sorgt für einen guten Halt am Lenker.
Sicherheit bei riskanten Fahrmanövern
Dabei verschlechtern nicht nur im Leistungssport klamme, schmerzende oder einschlafende Hände die Aussichten auf den Erfolg. Die Reaktionszeiten beim Schalten oder Bremsen fallen mitunter dramatisch ab. Und nicht nur das: In riskanten Fahrsituationen kann er mitunter nicht richtig bremsen oder lenken. Auch dem Freizeitradler verderben sie den Spaß am Fahrradfahren. Für Chiba Ansporn, auch mittels fortschrittlicher Membranen, die Wasser raus aber nicht reinlassen, wie auch integrierter Heizsysteme, das Radfahren zu jeder Jahreszeit so angenehm wie möglich zu machen. Und wenn dann noch der eingebaute Blinker genutzt wird, ist das wiederum ein weiteres Sicherheitsfeature.
So hilfreich diese Funktionen auch sind, für den Unternehmenschef ist die ergonomische Konstruktion der Handschuhe besonders wichtig. „Ergonomisch heißt, dass man sich vollständig der Anatomie der Hand unterwirft und die Handschuhe zur Unterstützung der Funktionen der Hände konstruiert, ohne dabei die Schutzfunktionen zu vergessen“, so Chiba.
Seit genau 40 Jahren ist die Handschuhmanufaktur in Teisendorf damit beschäftigt, Sicherheit- und Komfortaspekte miteinander zu verbinden. Der Schritt von den einstigen Entwicklungen, wie dem Bremshandschuh, mit dem man durchs Auflegen des Handschuhs auf den Vorderreifen bei den ersten Bahnrennen das Rad noch zum Stehen brachte, hin zum Hightech-Produkt ist der Branche gelungen.

 

Mehr Info : https://www.chiba.de/