Fachtagung zum Auftakt des E-Bike-Festival Dortmund

Als Auftakt zur 2. Auflage des "E — BIKE Festival Dortmund presented by SHIMANO" war eine Fachtagung mit demTitel  "Neue Mobilität für Bürger und Wirtschaft" geboten. Die größte europäische Veranstaltung rund um die E-Mobilität ist mit 136 Marken seit Monaten ausverkauft.

 

Nur 24 Stunden vor dem eigentlichen Festival-Start trafen sich am 6. April Referenten aus Politik, Forschung und Wirtschaft zu einer hochkarätig besetzten Fachtagung unter dem Motto "Neue Mobilität für
Bürger und Wirtschaft" im Westfälischen Industrieklub Dortmund. Spannende Vorträge und Talkrunden boten interessante Einblicke in die Chancen und Grenzen neuer Mobilitätsformen.

 

Auf Initiative der Stadt Dortmund organisierten die IHK zu Dortmund, die EnergieAgentur.NRW und die Plan B event company GmbH gemeinsam mit der Stadt Dortmund die Fachtagung. Zum Start diskutierten Oberbürgermeister Ullrich Sierau, NRW-Verkehrsminister Michael Groschek und Bernhard Lange, Geschäftsführender Gesellschafter der Paul Lange & Co. OHG, über die Herausforderungen für Stadt, Land und Wirtschaft. "Wir müssen in den Innenstädten mit dem Prinzip ,Fahrradstraße statt Stauallee‘ Platz schaffen für Mobilität, die gesund und munter macht“, sagte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek. "NRW ist bundesweit bereits Fahrradland Nummer Eins. Mit dem RS1 und den anderen Radschnellwegen bauen wir diese Position weiter aus, und Veranstaltungen wie das E – Bike Festival Dortmund veranschaulichen das nochmal auf besondere Art und Weise."

 

"Wir brauchen Wege um unsere Kinder sicher zur Schule zu bringen“, so Bernhard Lange zu den infrastrukturellen Anforderungen im Radverkehr. Für die Zukunft prognostiziert Bernhard Lange einen Radverkehrsanteil von bis zu 30 Prozent am Gesamtverkehr. E-Bikes gelten als ernsthafte Alternative zum Auto – gerade für die Metropolregionen oder Ballungsräume wie das Ruhrgebiet. "Wir wollen das Kopenhagen Westfalens werden", sagte Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

 

Davon ist auch Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW überzeugt: "E-Bikes sind nicht bloß Freizeitgeräte. E-Bikes werden gerade innerstädtisch verstärkt in kommerziellen Bereichen eingesetzt werden, zum Beispiel als Transportmittel für Lieferanten. E-Bikes bereichern also einerseits die individuellen Mobilitätsoptionen. Sie geben andererseits Stadtplanern die Möglichkeit, neue Konzepte wie zum Beispiel autofreie Innenstädte oder Versorgungsstrukturen ohne Güterlastverkehr auf den Straßen denken zu können. Das E-Bike-Festival ist ein zentrales Forum, die Konzepte künftiger Mobilität zu erfinden, zu diskutieren oder bereits auszuprobieren."


Unternehmen berichteten über ihre praktischen Erfahrungen. Das Netzwerk CargoBike Dortmund bietet
den Unternehmen einen Einstieg im Umgang mit Lastenrädern. Zu den Zielen der Veranstaltung sagt
Wulf-Christian Ehrich, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund: "Viele Unternehmen
stehen bei dem Thema Lastenrad noch am Anfang. Durch den persönlichen Austausch mit Vorreitern, den
Einblick in Forschungsprojekte und technische Innovationen möchten wir unsere Unternehmen fit machen
für die dynamischen Veränderungen in der Belieferung von Innenstädten." Als besonderes Highlight des
heutigen Tages gilt der Praxistest mit hundert E-Bikes zur Zeche Zollern. Diese Verbindung von Theorie und
Praxis ist bundeweit einmalig.

 


Weitere Informationen zur Fachtagung:
http://www.energieagentur.nrw/mobilitaet/neue_mobilitaet_fuer_buerger_und_wirtschaft

 

 

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