Im Herzen der Alpen: Rad WM 2018 in Tirol präsentiert

v.li.: Vize-Bürgermeisterin Sonja Pitscheider (Host City Innsbruck), LH Günther Platter, Rad WM-Teilnehmer Benjamin Brkic und Sportlandesrat Josef Geisler © Land Tirol/Berger
v.li.: Vize-Bürgermeisterin Sonja Pitscheider (Host City Innsbruck), LH Günther Platter, Rad WM-Teilnehmer Benjamin Brkic und Sportlandesrat Josef Geisler © Land Tirol/Berger

Die schwerste Rad-WM der Geschichte soll es werden. Und ein Rad-Fest der Superlative. Die WM mit den meisten Standorten, den meisten Höhenmetern und mit dem kleinsten Budget. Die Rede ist von den Road World Championships vom 22. bis zum 30. September 2018 in Tirol mit Ziel in der Landeshauptstadt Innsbruck. Das Motto lautet: „Riding the Heart oft the Alps“.

 

Die Präsentation der Startorte der Rad-WM am 3. März 2017 am Sitz der Tiroler Landesregierung war gut inszeniert. Landeshauptmann Günther Platter war ebenso gekommen wie der für den Sport zuständige Landesrat Josef Geisler. Event-Moderator war kein geringerer als Ex-Profi Thomas Rohregger. Der Tiroler, Sieger der Ö-Tour 2008 gehörte über Jahre zu den besten Kletterern der Welt und zeichnet für die WM-Streckenplanung verantwortlich. Er sagt: „Die WM in Tirol wird die härteste in der Geschichte.“
 
„Tirol ist bekannt als Tourismusland Nummer eins, aber auch als Sportland Nummer eins“, so der Landeshauptmann von Tirol in seinen Eröffnungsworten und weiter: „Wir haben absolute Kompetenz im alpinen Bereich, doch die Schönheit der Natur ist nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer gegeben.“ Entscheidend sei natürlich immer auch die Frage nach dem Nutzen einer solchen Sportgroßveranstaltung, denn Nachhaltigkeit ist gefordert. Landeshauptmann Günther Platter gab die Antworten gleich dazu: „Wir haben Spitzenathletinnen und -athleten in Tirol, es gibt eine enorme Werbung für unser Land und Bewegung ist etwas Tolles.“ Sein Regierungskollege Landesrat Josef Geisler zeigte sich sichtlich erfreut über das „Sportfest“ und erinnerte daran, dass das Land Tirol bereits sechs Millionen Euro für das Radwegenetz ausgegeben habe und zum „Radland Tirol“ werden wolle.
 
Beeindruckend auch die Zahlen, die Georg Spazier, Chef des Organisationskomitees der Rad-WM präsentierte. Die Veranstaltung werde in 150 Länder der Welt übertragen und erreiche täglich ein 200-Millionen-Publikum. Vor Ort rechne man neben den 1.000 Athletinnen und Athleten mit über 700 Medienvertretern und 150.000 Besuchern an den Strecken. Diese werden allerdings erst in einem zweiten Moment im Detail definiert, wobei der Kurs 5.000 Höhenmeter aufweisen soll. Startorte sind neben der Landeshauptstadt Innsbruck, die zugleich Zielort für alle Bewerbe ist, auch die Regionen Ötztal (Team-Zeitfahren der Herren), Hall-Wattens (EZF der Damen), Alpbachtal-Seenland Rattenberg (EZF der Herren) sowie Kufstein, wo die Elite-Herren ihr Straßenrennen starten.
 
Ehrengäste der Veranstaltung waren der Chef des Tirol Cycling Team L.-Abg. Thomas Pupp und sein U23-Fahrer Benjamin Brkic sowie Ex-Profi Wolfgang Steinmayr. Während Steinmayr, selbst vierfacher Gewinner der Österreichrundfahrt, mit der ihm eigenen Tiroler Gelassenheit auf den Event blickt, spricht Benjamin Brikic von einer einmaligen Chance für einen Tiroler Fahrer. Er sei im Hinblick auf die WM in der Heimat besonders motiviert und will sich von seiner besten Seite zeigen.
 
Text exklusiv für VeloTOTAL: Dr. Josef Bernhart/EURAC Reserach Bozen
 

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