Gabel-Toleranzen: Rückruf bei Haibike

Laut einer Pressemitteilung sind bei der Winora Group Fahrräder der Modellklassen Race, Superrace und Urban in den Handel gelangt, bei denen die verbauten Gabeln zu große Toleranzen in Sachen Material aufweisen.

Dadurch können unter Umständen vorzeitig Ermüdungserscheinungen auftreten, die möglicherweise zu Gabelrissen bzw. –brüchen führen können. Da dies ein erhebliches Sicherheits- und Verletzungsrisiko für den Anwender darstellt, hat sich der unterfränkische Fahrradhersteller zu einem Rückruf entschieden.

 

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Für Händler und Endverbraucher ist heute (14.Februar 2017) ab 16.00 Uhr eine spezielle Seite mit Infos unter www.haibike.com/recall eingerichtet.

 

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Konkret handelt es sich um folgende Modelle unterschiedlicher Modelljahre:

- Haibike XDURO Urban (Modelljahre 2014, 2015)
- Haibike XDURO Urban RC (Modelljahr 2016)
- Haibike XDURO Race (Modelljahre 2014, 2015)
- Haibike XDURO Superrace (Modelljahre 2014, 2015)
- Haibike XDURO Race S RX (Modelljahr 2016)
- Haibike XDURO Race S PRO (Modelljahr 2016)
- Haibike XDURO Urban S RX (Modelljahr 2016)
- Haibike XDURO Urban S PRO (Modelljahr 2016)

"Die Sicherheit unserer E-Bikes und deren Anwender ist unser höchstes Anliegen. Dazu führen wir in regelmäßigen Abständen umfangreiche Belastungstests bei externen Prüfinstituten durch. Unsere Prüfkriterien liegen dabei teils deutlich über den durch DIN-, ISO- oder EN-Normen festgelegten Standards", erklärt Susanne Puello, Geschäftsführerin der Winora Group. "Neueste Erkenntnisse aus Tests haben uns jetzt veranlasst, einen Rückruf durchzuführen."

Wo liegt das Problem?
Die bei den Haibike Race, Superrace und Urban Modellen verbaute Gabel könnte bei über der Norm liegenden Belastungstests verfrüht Ermüdungserscheinungen zeigen. Deshalb kann es unter Umständen zu Rissen an der Gabel bzw. zu Gabelbrüchen kommen. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ein Herstellerfehler nicht ausgeschlossen werden. Aus Sicherheitsgründen müssen deshalb alle genannten E-Bikes unverzüglich außer Betrieb genommen werden. Insgesamt sind europaweit 1765 Fahrzeuge von dieser Maßnahme betroffen.

Wie läuft der Rückruf ab?
Alle Händler werden und wurden per Anschreiben über die Situation informiert und haben umfassende Informationen in Form eines Leitfadens an die Hand bekommen. Dieser erklärt die Gründe sowie das weitere Vorgehen der Rückrufaktion Schritt für Schritt. Außerdem wird für Händler sowie Endverbraucher ein spezieller Bereich unter www.haibike.com/recall eingerichtet. "Wir werden mit unseren Maßnahmen für einen schnellen und reibungslosen Ablauf der Rückruf-Aktion sorgen", bestätigt Susanne Puello abschließend.

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Kommentare: 4
  • #1

    Anonymer Hibiker (Dienstag, 14 Februar 2017 14:28)

    Hey, Readktion

    Kleiner Tipp, Eure Überschrift passt nicht, die Gabel um die es geht ist keine Federgabel sondern eine Starrgabel, keins der betroffenen Bikes hat eine Federgabel.

    Sollte wohl mal korrigiert werden ;-)

  • #2

    Redaktion (Dienstag, 14 Februar 2017 15:10)

    Besten Dank für den Hinweis, Anonymer Hibiker! ;-)

  • #3

    RaMu (Donnerstag, 02 März 2017 11:22)

    Tja. Ich bin ein betroffener und bin mit der Abwicklung gar nicht zufrieden. Das Fahrrad darf nicht mehr benutzt werden aber es werden ja Teile verbaut, die weit über dem Standard von DIN und ISO getestet und verbaut wurden.
    Ersatzteile müssen noch gefertigt werden, das kann also noch lange dauern. Wir sprechen hier von Fahrrädern die über 3000 Euro kosten.
    Außer einer Entschuldigung kommt nix vom Fabrikanten.
    Der Entverbraucher ist in Deutschland immer der blöde...:(


  • #4

    WaKo (Montag, 03 April 2017 15:43)

    ..... wir haben zwei von den betroffen Rädern. Habe schon heftigen Schriftverkehr mit Haibike/Winora gehabt. Das Serviceverhalten die Fa. ist eine Frechheit. Naja, Haibke kommt "mir nicht mehr ins Haus".