Umfrage Fahrrad.de: Werden E-Bikes unterschätzt?

Welche Bedürfnisse und Ansprüche haben die E-Bike-Kunden? Eine jüngst veröffentlichte Studie von Fahrrad.de mit eintausend Befragten liefert einige überraschende Ergebnisse. Besonders überraschend laut der Studie: "Das Potenzial von E-Bikes und Pedelecs wird unterschätzt."

 

Laut Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) steigt die Nachfrage nach E-Bikes stetig. Der Verband schätzt die Zahl der Elektroräder auf Deutschlands Straßen auf bereits 2,5 Millionen zum Jahresende 2016. Und das ist eine gute Entwicklung, denn elektrische Räder sind umweltschonend, sorgen für Fitnesss und können den Verkehr etwa in Ballungsgebieten erheblich entlasten.

 

Eine jüngst veröffentlichte Studie von Fahrrad.de mit 1000 Befragten (https://www.fahrrad.de/info/e-bike-pedelec-studie/) liefert noch weitere – relativ überraschende – Ergebnisse. So geht aus der Studie beispielsweise hervor, dass 50 Prozent der Teilnehmer sich vorstellen können, dass das E-Bike das Auto zumindest auf Kurzstrecken wie dem Weg zur Arbeit ersetzen könnte. Diese Meinung hält Petra Schäfer, Professorin für Verkehrsplanung an der Frankfurt University of Applied Sciences, für viel zu kurz gegriffen: "Das Potenzial von E-Bikes und Pedelecs wird unterschätzt. Es ist gut vorstellbar, dass das E-Bike oder Pedelec zukünftig Autofahrten ersetzt. Dies würde zu einer Umweltentlastung führen, nicht nur bei Luft und Lärm, sondern auch beim Flächenverbrauch."

 

Die Ergebnisse der Studie sind sowohl für potenzielle E-Bike- und Pedelec-Käufer interessant, als auch für E-Bike-Profis. Wo werden E-Bikes am häufigsten gekauft? Ist die Marke entscheidend? Wenn ja, welche ist am beliebtesten? Welche unterschiedlichen Modelle gibt es und welche sind gerade gefragt? Bei letzterer Frage liegt das E-Trekkingrad deutlich vorne, da es als Allrounder nahezu überall gefahren werden kann. Jedoch erfreuen sich auch rein sportliche Modelle wie E-Mountainbikes oder E-Rennräder zunehmender Beliebtheit. 50 Prozent der Befragten ist es des Weiteren unwichtig, ob der Elektroantrieb sichtbar ist oder nicht.


Beeindruckend ist auch, dass knapp fünfzig Prozent der Befragten mit über 2500 Euro eine hohe Ausgabebereitschaft für ein neues E-Bike besitzen. Überzeugten Radfahrern, die ihr Fahrrad regelmäßig oder täglich nutzen, ist die Qualität besonders wichtig. Resultierend hieraus ergibt sich eine erhöhte Ausgabebereitschaft.


Ob es bald Fahrradwege speziell für E-Bikes gibt, wie hoch die Akkukapazität sein muss, damit diese für Nutzer sinnvoll ist, und was beim Kauf zu beachten ist, kann in der kostenlosen Studie nachgelesen werden:

  • http://www.fahrrad.de/info/content/uploads/ebike-pedelec-studie-zahlen-fakten.pdf?ebook
  • https://www.fahrrad.de/info/e-bike-pedelec-studie/

 

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