Dual-Studium im Radgeschäft

Philipp Riebold absolviert die Praxis seines Dual-Studiums im Radgeschäft.
Philipp Riebold absolviert die Praxis seines Dual-Studiums im Radgeschäft.

Studieren und Geld verdienen – das können Abiturienten mit dem dualen Bachelor-Studium „Sportökonomie“ an der DhfPG. Die betriebliche Ausbildung darf der Fahrrad-Fachhandel machen. So zieht man sich die Mitarbeiter im eigenen  Geschäft heran.

In der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) studiert Philipp Riebold seit 2014 Sportökonomie. Die betriebliche Ausbildung absolviert er in einem Fahrradgeschäft. Dass der Bachelor-Student den Schritt in die Sportbranche wagen würde, war früh klar: Seine Familie führt seit 1906 einen Fahrradhandel in Bad Hersfeld, und er selbst entdeckte schnell seine Leidenschaft für den Radsport. „Ich fahre seit meiner Kindheit gerne Fahrrad und habe auch meinen Eltern früher geholfen, das ein oder andere Fahrrad zusammenzuschrauben“, erzählt er. „Mir war früh klar, dass ich in diesem Bereich auch arbeiten möchte“, berichtet der 26-Jährige.


Wer als Fahrradhändler junge, motivierte Nachwuchs-Fachkräfte wie Riebold ausbilden will, der könnte unter den Dual-Studenten der DHfPG seinen idealen Bildungspartner finden. Die ­DHfPG verspricht ein unternehmerfreundliches Dual-Studium aus Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen sowie der betrieblichen Ausbildung. Das bedeutet niedrige Abwesenheitszeiten für den Ausbildungsbetrieb, da die Dual-Studenten nur alle vier bis sechs Wochen für zwei bis fünf Tage an einem der regionalen Studienzentren studieren. So kann der Bike-Händler fest mit seinem Dual-Studenten planen. Zum anderen profitiert der Betrieb vom wachsenden Fachwissen seiner Nachwuchsfachkraft, mit dem dieser in allen Geschäftsbereichen einsetzbar ist. Beim dualen „Bachelor of Arts“ Sportökonomie lernen Studenten beispielsweise in sieben Semestern  Betriebswirtschaftslehre, Sportmarketing, Sport- und Vereinsrecht oder Trainingslehre. Eine kompetente Beratung von solch fachlich qualifiziertem Personal kann der entscheidende Faktor für erfolgreiche Kundenbindung sein.


Riebold arbeitete zuvor als Fitnesstrainer in einem Gesundheitszentrum namens Medi-Sport-Gym in Bad Hersfeld. „Da fragte meine Chefin, ob ich mich für ein duales Studium in diesem Bereich begeistern könnte. Durch die positiven Erfahrungen, die sie bereits mit der DHfPG gesammelt hatte, empfahl sie mir, mich dort über ein Bachelor-Studium zu informieren“, erinnert er sich. Gerade der duale Bachelor-Studiengang Sportökonomie fand bei dem passionierten Sportler großen Zuspruch. „Mir war es wichtig, schon während meines Studiums praktische Erfahrungen sammeln zu können, da diese heute unverzichtbar sind. Hinzu kam, dass ich meine Leidenschaft zum Sport und wirtschaftswissenschaftliche Inhalte unter einen Hut bringen wollte, woraus der duale Studiengang Sportökonomie als logische Konsequenz folgte“, begründet er seinen Entschluss.


Nach knapp zwei Jahren im Gesundheitszentrum reizte Riebold die Aufgabe im eigenen Familienbetrieb tätig zu werden. Mittlerweile ist er intensiv in den Arbeitsalltag im Fahrradgeschäft eingebunden: „Meine Aufgaben reichen vom Marketing und der Buchhaltung bis hin zum direkten Verkaufsgespräch. Das unglaublich Spannende daran ist, dass ich in allen Bereichen Inhalte aus dem Studium anwenden kann. Selbst bei Kundengesprächen kann ich auf Erlerntes, beispielsweise aus dem Modul ‚Beratungs- und Servicemanagement‘, zurückgreifen“, schildert der Jungunternehmer.


Er analysierte nämlich den US-amerikanischen Fahrradmarkt und will sich dort mit einem innovativen Angebotsportfolio selbstständig machen: „Vor einigen Wochen ergab sich die Möglichkeit, das Potenzial des amerikanischen Fahrradmarkts zu nutzen. Daraufhin gründete ich mein eigenes Unternehmen P.R.E. Sports.“


Das Hauptaugenmerk seiner Firma, mit Sitz in München, liegt auf dem Export eines besonderen Elektrofahrrads in die USA. Dieses wurde speziell für Übergewichtige und Menschen mit Herz- und Gelenkproblemen entwickelt. „Das Gesundheitsrad ist erst der Anfang. Ich möchte mit einem breitgefächerten Angebotsportfolio von Sportartikeln noch mehr Kunden ansprechen“, gibt sich Riebold zuversichtlich.


Philipp Riebold ist davon überzeugt, dass er durch das Studium notwendige Kernkompetenzen erlangt hat, die ihm gerade jetzt, am Anfang seiner beruflichen Selbstständigkeit, weiterhelfen. „Ich erstelle gerade einen Businessplan, bei dem ich auf BWL-Inhalte aus dem Studium zurückgreife. Aber auch bei der Verkaufsargumentation hilft mir beispielsweise das Modul ‚Medizinische Grundlagen‘, mithilfe dessen ich Kunden von der gesundheitsfördernden Wirkung meiner Produkte wie auch vom Sporttreiben insgesamt detailliert informieren kann“, fasst der 26-Jährige zusammen.


Durch das duale Studiensystem und die praktischen Einheiten in den Präsenzphasen, die der passionierte Sportler am Studienzentrum in Stuttgart absolviert, sieht Philipp Riebold sich für den Markt gewappnet. „Genau hier setzen nun die beruflichen Erfahrungen an, die mir bei der Studienentscheidung wichtig waren. Auch die Präsenzphasen, in denen operative Beispiele aus Unternehmen behandelt werden, bringen dich weiter“, schildert er.

 

 Mehr Infos unter: www.dhfpg.de

Familienunternehmen: Seit 1906 betreibt Familie Riebold ein Fahrradgeschäft.
Familienunternehmen: Seit 1906 betreibt Familie Riebold ein Fahrradgeschäft.

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