Erste Goldmedaille fuer Tubeless-Fahrer

Mit unglaublicher Willensstärke und Können haben sich Christiane Reppe und Vico Merklein ihren Traum von Gold erfüllt. Bei den Paralympics in Rio gewannen sie jeweils im Straßenrennen mit dem Handbike. Ihnen half dabei auch ein außergewöhnlicher Reifen: ein Tubeless-Modell von Schwalbe.

 

Bei beiden stimmte auf den Punkt alles. Während Reppe über 45 Kilometer im Zielsprint siegte, konnte Merklein nach sechs zweiten Plätzen bei großen Wettkämpfen endlich seinen Vize-Fluch bannen. "Ich stehe zum ersten Mal bei einem ganz wichtigen Rennen ganz oben", sagt er überglücklich. "Es gibt keinen besseren Tag."

 

Personalisierte Reifen

Christiane Reppe über die letzten Meter vor der Ziellinie: "Ich habe mich am Ende immer wieder umgedreht und gedacht: Kommt da wer? Kommt da wer?" Auf ihrer Facebook-Seite dankt sie "allen, die mich auf diesem Weg unterstützt haben". Wenn die beiden nicht gerade für die Nationalmannschaft fahren, gehören sie zum deutschen Handbike-Team Sopur Quickie, mit dem Schwalbe seit vielen Jahren eng zusammenarbeitet. Für die Fahrer dieses Teams ließ sich Schwalbe eine individuelle Motivationshilfe einfallen: neu entwickelte, personalisierte Reifen mit den Namen der Sportler.


Und so stimmte nicht nur der Ansporn, sondern auch das Material. Es sind die ersten Medaillen überhaupt für Athleten auf Tubeless-Reifen. Die Schlauchlos-Technik gilt auch am Rennrad als State of the Art, die bislang nur Schwalbe auf Profi-Niveau anbietet. Im letzten Jahr gab es unzählige Tests mit Reifen, Gummimischungen und Felgen. Schwalbe schickte die Prototypen, Sopur-Teamchef Errol Marklein und die Teamfahrer testeten. Es wurde am Ende ein Compound, das kompromisslos auf Speed getrimmt wurde.

 

Spezielle Tubeless-Felgen

Auch Felgenhersteller Fratelli zog mit und konstruierte spezielle Tubeless-Felgen in 20 Zoll. So fuhren die Athleten individualisierte Tubeless-Modelle – mit ihren Namen auf der Seitenwand – an den Hinterrädern (Schwalbe Pro One in 20 Zoll, 28 mm), auf eigens angefertigten Felgen. Vorn rollte der Durano tubular.
"Die breiten Tubeless-Reifen sind super stabil, rollen besser, federn gut ab, geben Komfort und Sicherheit", sagt Errol Marklein. Alle Reifen hat er seit Herbst 2015 selbst getestet und wurde sogar verspottet wegen der dicken Decken. "Ich habe dann immer gesagt, das sei wegen der Pannensicherheit. Dass die auch besser rollen, habe ich für mich behalten. Am Reifen hängt alles, im Negativen wie im Positiven."


"Alles, wir heute über Reifen wissen, steckt in diesen Wettkampfmodellen", ergänzt Schwalbe-Product Manager Race, Peter Krischio, der den Reifen entwickelte und auch mit dem Felgenhersteller eng zusammenarbeitete. "Wir bei Schwalbe freuen uns unendlich für Vico und Christiane, weil wir wissen, wie viel Arbeit, Willen und Herzblut in diesem Erfolg stecken. Seit Jahren begleiten wir Vico Merklein, Christiane Reppe und das gesamte Team, wir kennen uns persönlich, entwickeln zusammen die Reifen immer weiter, nehmen großen Anteil an diesen außergewöhnlichen Leistungen der Sopurfahrer!"

 

Team Sopur bei der Übergabe der personalisierten Reifen in Reichshof Wehnrath © Schwalbe
Team Sopur bei der Übergabe der personalisierten Reifen in Reichshof Wehnrath © Schwalbe

Vorne v.l.n.r. Vico Merklein, Kim Klüver-Christiansen, Arkadiusz Skrzypiński, Errol Marklein
Hinten v.l.n.r. Frank Bohle (CEO), Markus Hachmeyer (Senior Product Manager), Holger Jahn (COO), Manuela Zahn-Simons (Marketing&Sales Wheelchair Tires)

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