Schwalbe Fat Albert in zwei Ausführungen für vorne und hinten

Schwalbe hat den legendären Fat Albert fast komplett neu erfunden – mit zwei gänzlich unterschiedlichen, und perfekt aufeinander abgestimmten Versionen fürs Vorderrad und Hinterrad.

„Wenn man seriös Fahrradreifen entwickelt, muss man vorne und hinten unterschiedliche Profile machen“, sagt Gerrit Gaastra, langjähriger Reifenberater bei Schwalbe. Er, sein Ingenieur Horst Storkebaum und die Schwalbe-Techniker haben sich vor einiger Zeit an die Arbeit gemacht. Erklärtes Ziel war es, das fahrtechnische Potential von Twenty-Niner-Bikes mittels optimierter Reifen für den All-Mountain-(Plus)-Einsatz noch mehr auszureizen. Dazu haben die Entwickler im Grunde jede einzelne Stolle in ihrer Form und ihrer Position in Frage gestellt. Tatsächlich gibt es sogar „Baupläne“, die alle Details des Profils in ihrer Funktion exakt erläutern. Das Profil ist mit den gerundeten Stollen und seiner sehr offenen Struktur deutlich „anders“. Für Gaastra war es das Wichtigste, „dass man vorne gleichzeitig bremsen und lenken kann. Da helfen die Rundungen am Profil richtig gut.“

Der Hinterreifen ist fürs Bremsen und Beschleunigen ausgelegt und bietet viel Traktion beim Bergauffahren. „Er läuft fast so gut wie der Downhillreifen Magic Mary, ist aber leichter und rollt besser“, erklärt Gaastra. Das griffige Trailstar Triple Compound kommt am Frontreifen zum Einsatz, der Hinterreifen ist mit dem härteren, schnelleren Pacestar-Compound  unterwegs – beide sind mit Snakeskin ausgestattet. „Beide Reifen wurden für den gleichen Einsatzzweck entwickelt und aufeinander abgestimmt“, betont auch Schwalbes Technik-Chef Markus Hachmeyer. „Man fährt damit wie auf Schienen“, fasst Gerrit Gaastra seine Eindrücke zusammen. Und da hat er völlig recht.

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