Auf Abwegen: Giant Toughroad

Der SUV für Radfahrer – etwa so könnte man das Toughroad beschreiben. So wie ein SUV signalisiert „Morgen fahre ich Paris-Dakar“, so signalisiert das Toughroad „Ich bin Tilmann Waldthaler“. Denn mal ehrlich: Sieht es nicht viel zu heiß aus, um es den echten Tourenfahrern zu überlassen? 

Nach dem Anyroad könnte Giant auch die Tourenbike-Kategorie auf den Kopf stellen: Alltagstauglicher als „echte“ Tourenräder, deutlich leichter, günstiger, und vor allem schöner hat es das Zeug zum Verkaufsschlager. Gerade wo Fahrräder immer beliebter werden und der Wunsch nach Individualität wächst, sehen wir großes Potential in diesem Modell. Allein die mangelnde technische Notwendigkeit im Alltag spricht dagegen.
Die Tasche auf dem Foto ist keine Serienausstattung und ohne die Verwendung von echten Packtaschen nur bedingt für schweren Inhalt geeignet: Der hohe Schwerpunkt beeinträchtigt das Fahrgefühl. Echte Globetrotter werden das wohl nie merken (weil sie mit Gepäcktaschen den Schwerpunkt herunter setzen). Die Schrauben am hinteren Reflektor sind nicht cool. Unabhängig vom Nutzwert scheint uns eine Designer-Lösung angemessener.

 

Versteckt: die Klemmschraube der Sattelstütze.
Versteckt: die Klemmschraube der Sattelstütze.

 

Dafür ist die Sattelstütze clever konstruiert: Sie ist nicht rund, sondern an der Rückseite leicht abgeflacht. Dadurch kann man sie nicht verdrehen und der Sattel zeigt immer schnurgerade nach vorne. Die Klemmung steckt verborgen unter einer kleinen Gummischürze – schön gemacht. Rollt super, dank der dicken 28er Reifen. Das Mini-Schutzblech reicht für Pfützen. Als SLR2 für 899 Euro erhältlich.  
Fazit: Geiles Bike! Fährt gut, Riesen-Verkaufspotenzial bei Radwegfahrern!  

Kommentar schreiben

Kommentare: 0