Offiziell: Eva Lechner bei Olympia

© Facebook/Maurice Klötzlen: Aufstehen, nie aufgeben: Eva Lechner beim Weltcuprennen in La Bresse
© Facebook/Maurice Klötzlen: Aufstehen, nie aufgeben: Eva Lechner beim Weltcuprennen in La Bresse

"Offiziell nominiert. Ich danke dem italienischen Radsportverband für das Vertrauen und diese Chance", so die Worte von Eva Lechner auf Twitter. Es sind die dritten olympischen Spiele für die Südtiroler Profi-Mountainbikerin. Und ganz besondere.

 

Redaktion: Dr. Josef Bernhart

 

Erstmals fährt die Südtirolerin in diesem Jahr für ein ausländisches Team, das US-Team Luna. Erstmals fährt Eva Lechner auch ein eigenes, eigentlich ganz normales Vorbereitungsprogramm. "Ich habe aus den Fehlern von London gelernt. Alles auf eine Karte zu setzen, war nicht gut", so Eva Lechner. Gemeint ist, nur Olympia im Fokus zu haben und dann, wie in London, am Tag X doch nicht die volle Leistung abrufen zu können. Und aus und vorbei ist es mit der ganzen Saison. Deshalb soll 2016 anders werden: das Weltcup-Programm absolvieren, ganz normal, und auch die WM Ende Juni im tschechischen Nove Mesto.
 
Motiviert
Wobei – ganz normal läuft es derzeit nicht! Eva Lechner plagen seit einiger Zeit Rückenschmerzen, denen nur mit Medikamenten beizukommen ist. Also nicht ganz optimal. Obwohl es seit dem Weltcuprennen in La Bresse am 29. Mai schon wieder aufwärts geht. Rang zwölf lässt sich sehen, zumal die Woche zuvor im deutschen Albstadt fast gar nichts ging. "Ich habe schon wieder ein viel besseres Gefühl", so Eva Lechner ebenfalls auf Twitter. Nun konzentriert sich die ganze Sport-Aufmerksamkeit auf die Fußball-EM. Auch Eva Lechner ist ein Fan des runden Leders und hält Italien die Daumen.

 

Am 5. Juni trat Eva Lechner noch beim Swiss Bike Cup in Gränichen an. Ganz zur Freude ihrer Schweizer Team-Kollegin Andrea Waldis, die Eva Lechner von gemeinsamen Colnago-Zeiten kennt. Das Rennen in der Schweiz wurde von Lokal-Matadorin und Europameisterin Jolanda Neff gewonnen, vor Landsfrau Linda Indergand und Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (Norwegen). Eva Lechner kam auf Platz zwölf, Andrea Waldis wurde 21. Nächste Bewährungsprobe sind die Italienmeisterschaften am 12. Juni, bevor am 10. Juli der nächste Weltcupeinsatz, und zwar in Lenzerheide (Schweiz), auf dem Programm steht. Das ist auch der Tag des EM-Finales in Frankreich. Ob Italien im Fußball und Eva Lechner auf dem Mountainbike ganz vorne sind, zeigt sich spätestens dort.

 

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