Vivavelo: Klare Forderungen an die Politik zum Radverkehr

Mit einem Sechs-Punkte-Programm ging der 4. Vivavelo Kongress der Fahrradwirtschaft zu Ende. Die Teilnehmer verabschiedeten ein Programm, in dem die politisch Verantwortlichen dazu aufgefordert werden, die Rahmenbedingungen für den Radverkehr nachhaltig zu verbessern.

 

"Die Entwicklung des Radverkehrs in Deutschland muss mit mehr Dynamik betrieben werden, damit die – ohnehin nicht besonders ehrgeizigen – quantitativen Ziele des Nationalen Radverkehrsplans erreicht werden können", erläutert Albert Herresthal, Initiator des Vivavelo Kongresses, die Motivation hinter der Abschlusserklärung.


Das Sechs-Punkte Programm ist eine Aktualisierung der Abschlusserklärung des ersten Vivavelo Kongresses aus dem Jahr 2010, die zehn Punkte umfasste. "Ein Teil unserer Forderungen von vor sechs Jahren wurde mittlerweile verwirklicht, doch einiges steht noch aus, und neue Themen sind hinzu gekommen", sagt Herresthal weiter.


So fordert die Fahrradwirtschaft beispielsweise weiterhin die Aufstockung des Radverkehrs-Etats des Bundesministeriums für Verkehr (BMVI) von gegenwärtig lediglich rund 100 Millionen auf 1 Milliarde Euro. Weitere wichtige Eckpunkte sind der Ausbau von Radschnellwegen, Maßnahmen zur Verbesserung des Verkehrsklimas (z.B. die Reduzierung der innerörtlichen Geschwindigkeitsdifferenzen) und eine gerechte Umverteilung der Verkehrsflächen zugunsten des nichtmotorisierten Verkehrs.

 

All diese Maßnahmen sollen ergänzt werden durch eine nationale Öffentlichkeitskampagne, die zur Erhöhung der gesellschaftlichen Wertschätzung des nichtmotorisierten Verkehrs beitragen soll.
Die vollständige Abschlusserklärung des vivavelo Kongresses 2016 mit dem 6-Punkte Programm ist auf der Webseite der Veranstaltung einsehbar:
www.vivavelo.org/kongress/vivavelo-2016/programm/abschlusserklaerung/

 

 

 

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