Eva Lechner und die Emotionen: Platz 17 in Albstadt

Eva Lechner kämpft im Weltcuprennen von Albstadt © EGO-Promotion
Eva Lechner kämpft im Weltcuprennen von Albstadt © EGO-Promotion





Emotionen pur für Italiens Mountainbikerin Nummer 1, Eva Lechner. Mit allen Höhen und Tiefen. Vor zwei Jahren noch ganz oben. Gänsehaut und Freudentränen. Sieg im ersten XCO-Weltcuprennen auf der schwäbischen Alb. Im vergangen Jahr dann die große Enttäuschung. Krank und angeschlagen gab es für Italiens beste Mountainbikerin in Albstadt nichts zu holen. Und 2015 geht das emotionale Wellental weiter. 


Redaktion: Dr. Josef Bernhart


"Ich hatte mich so auf den Weltcup gefreut", sagte Eva Lechner noch vor einer Woche in Tschechien. Im dortigen Nove Mesto war die diesjährige Weltcupserie in der olympischen Cross-Country-Disziplin gestartet. Eva Lechner war mit viel positivem Geist angereist. Und mit zahlreichen Podestplätzen bei den ersten Rennen der Saison. Unter anderem mit dem starken zweiten Platz bei ihrem Heimrennen in Nals, geschlagen nur von der wiedererstarkten Gunn-Rita Dahle aus Norwegen. Dazu ein herausragender Winter im Radcross. Fast hätte es zu WM-Gold gereicht. Einen Weltcupsieg im Radcross hatte sie da schon auf dem Konto. "Natürlich ist der Weltcup immer etwas ganz Besonderes. Erst dann weiß man, wo man wirklich steht", so Eva Lechner. Sie ergänzt: "Mit meinem siebzehnten Rang in Nove Mesto konnte ich nicht zufrieden sein. Ich wollte die Revanche in Albstadt. Auf dem Rundkurs, auf dem ich 2013 schon gewonnen habe. So etwas ist immer ganz besonders motivierend."
 
Schön wäre es gewesen für Eva, ihre Fans, Freunde und das Colnago-Team. Doch leider wurde es nichts mit einem erneuten Sieg auf der schwäbischen Alb. Das einzige, was wiederholbar war, war der siebzehnte Platz von Nove Mesto vom vergangenen Wochenende. Dabei hatte in Albstadt alles vielversprechend begonnen. Nach den ersten Runden noch unter den besten zehn, verlor Eva Lechner jedoch immer mehr an Boden. Am Ende war es zwar weniger Rückstand auf die Siegerin (Jolanda Neff aus der Schweiz, wie schon in Nove Mesto), genaugenommen vier Minuten und 27 Sekunden, aber ein Spitzenergebnis oder gar die Revanche für Tschechien waren für Eva Lechner nicht drin.
 
Ansonsten alles bestens auf der Alb: Albstadt hatte sich wieder mit viel Sympathie und Flair als Gastgeber präsentiert. Zudem hatten die Organisatoren ein besonderes Highlight im Programm. Ein E-Bike-Race. Und bekanntermaßen finden am Rennwochenende immer auch die deutschen Meisterschaften der Ärzte und Apotheker statt. Und zu guter Letzt hatte zumindest ein Mann allen Grund zur Freude. Edmund Telser, langjähriger Colnago-Teammanager und Lechner-Entdecker, macht auch als Schweizer Nationaltrainer der MTB-Damen einen brillanten Job. "Seine" Damen siegen und siegen …


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