Voran zu neuem Glanz: Hercules-Arbeit

Zu allen Heldentaten bereit: Innendienstleiter Thomas Henke (re.) und Produktmanager Burkhardt Budde
Zu allen Heldentaten bereit: Innendienstleiter Thomas Henke (re.) und Produktmanager Burkhardt Budde




Seit 2014 ist die traditionsreiche Marke Hercules beim Einkaufsverbund ZEG zu Hause. Ein junges Team im eigens dafür gegründeten Verkaufsbüro in Cloppenburg will nun der Marke wieder ihren historischen Stellenwert im deutschen Fahrradmarkt geben – besonders mittels des E-Bikes.



Neue Ideen und Innovationen sollen den deutschen Fachhandel wieder überzeugen, auf die Marke Hercules zu setzen – schließlich war es die Firma Hercules, die das Elektrorad erfunden hat. All dies ist Grund für Velototal, sich bei den Machern in Cloppenburg umzuhören. Den Fragen stellten sich der Innendienstleiter Thomas Henke und der Produktmanager Burkhardt Budde, beide in der Branche nach jahrelanger Tätigkeit im Derby-Verbund keine Unbekannten. Unser Mitarbeiter Ulrich Fillies war in Cloppenburg.



Was erwartet die ZEG von Hercules?

Bei der Positionierung der Marke Hercules stellte sich die ZEG die Frage, ob sie in die eigene Angebotspalette eingegliedert werden soll oder ob sie lieber einen eigenständigen Marktauftritt bekommen sollte. Man entschied sich für Letzteres, nicht zuletzt auch bedingt durch die Strahlkraft, die auch heute noch von dem Namen Hercules ausgeht. Konsequent war dann die Schaffung der Niederlassung Cloppenburg mit allen Funktionen, die ein erfolgreich am Markt agierendes Unternehmen auszeichnet, also Vertrieb, Buchhaltung, Marketing usw. Von Cloppenburg aus werden die Märkte Deutschland, Österreich, Belgien und Holland gesteuert, in den anderen Ländern arbeitet Hercules mit Importeuren eng zusammen. So neu im Markt positioniert, erwartet die in Köln ansässige Mutterfirma neben dem wirtschaftlichen Arbeiten in Cloppenburg neue Marktanteile und ein größeres Händlernetz. Ziele, die durchaus erreichbar sind, steht Hercules doch als Marke dem gesamten Zweiradeinzelhandel zur Verfügung.


Was erwartet Hercules von der ZEG?

Hercules kann auf den größten deutschen Händlerverbund bauen. Somit sind die Grundabsatzmärkte gesichert. Gerne werden auch das Know-how z.B. im Marketing und in der technischen Entwicklung von neuen Produkten und vor allem die Erfahrungen in der Logistik genutzt.


Wie unabhängig ist Hercules in Sachen Portfolio?

Durch das eigenständige Produktmanagement in Cloppenburg geschieht die Fortentwicklung, die Generierung neuer Produkte, der Ausbau von Nischenprodukten wie zum Beispiel das E-Faltrad, das Design in Cloppenburg. Hierauf nimmt die ZEG keinen Einfluss. Letztendlich verbleibt die Verantwortung für seine Produkte und damit auch für den Erfolg bei Hercules.


Wie kommuniziert man?

Hercules kommuniziert über die einschlägigen Fachmedien zum Handel, hat aber auch durch eine groß angelegte Werbeaktion im ADAC Magazin Motorwelt eine Kampagne für die Endverbraucher geschaltet. Hier nutzt Hercules die positiven Erfahrungen, die Thomas Henke in der Vergangenheit mit dieser Art von Werbung gemacht hat. Vorteil für den Handel ist es, dass er gleich nach Erscheinen der Anzeige mit der Nachfrage des Endverbrauchers konfrontiert wird. Die Werbung in den sozialen Netzwerken wie z.B. Facebook befindet sich noch am Anfang.

Produktfilme zur Unterstützung des Abverkaufs beim Handel liegen jedoch noch nicht vor, sollen aber zukünftig Teil des Markenauftritts sein. Die Kommunikation mit dem Handel wird durch Händlerschulungen sowohl in Cloppenburg wie auch in Schweinfurt ausgebaut.


Wie wird Hercules 2016 aussehen? Was sind die Schwerpunkte?

Das E-Bike wird auch in 2016 der Schwerpunkt der Produktpalette von Hercules sein. Nach 2015 wird in 2016 die Überarbeitung der Produktlinien in enger Abstimmung mit dem Handel fortgeführt. Erfolgreiche Modelle werden weiter spezifiziert und modifiziert. Räder, die nicht gut beim Verbraucher angekommen sind, werden optisch überarbeitet. Hauptaugenmerk liegt bei Hercules durchgehend bei allen E-Rad-Modellen auf dem Anspruch, sportliche Räder für den aktiven Radler zu bauen. Durch die mobile Entwicklung der Gesellschaft zum Rad sieht Hercules in dieser Zielgruppe zukünftig noch viele Entwicklungsmöglichkeiten. Beim City- und Trekkingrad werden die Geometrien unter die Lupe genommen. Das heißt, hier wird es Anpassungen und Fortentwicklungen geben.


Bei der Produktpalette der Kinder- und Jugendräder sieht Hercules ebenfalls noch viel Potential, wird es hier doch Entwicklungen zu qualitativ guten und altersgerechten Rädern auch für den Nachwuchs geben. Lastenräder und E-Mountainbike sind am Markt erfolgreiche Schmankerl, die gehegt und gepflegt werden, aber sicherlich nicht den Schwerpunkt der Produktion bilden werden.


Hercules und E-Bike – wie stark setzt man auf E-Power?

Siebzig Prozent des Umsatzes erzielt Hercules zur Zeit mit dem E-Bike. Grund genug, die Entwicklungen in diesem Segment weiter voran zu treiben. Auch zukünftig wird von einem Wachstum in dieser Produktgruppe ausgegangen. Die Stagnation zum Beispiel in den Niederlanden ist nach Ansicht von Hercules nicht mit der Entwicklung im deutschen Markt vergleichbar, wird hier doch noch in die Weiterentwicklung investiert, während das in den Niederlanden eher vernachlässigt wird.


www.hercules-bikes.de

Zu allen Heldentaten bereit: Innendienstleiter Thomas Henke (re.) und Produktmanager Burkhardt Budde
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