Team Lampre-Merida: Auf der Suche nach dem Tritt

Team Lampre-Merida bei der Tour Down Under © bettiniphoto
Team Lampre-Merida bei der Tour Down Under © bettiniphoto




Bei den beiden ersten Rundfahrten der Saison 2015 blieb dem Team Lampre-Merida der ganz große Erfolg verwehrt. Mit einigen Top-5-Platzierungen in Etappen und Klassementen konnten die Fahrer in Blau, Fuchsia und Merida-Grün dennoch einige Achtungserfolge feiern.


Auch während der zweiten Hälfte der Tour Down Under schrammte Niccolo Bonifazio an den Plätzen auf dem Podium vorbei. Aber immerhin entkam der junge Sprinter vom Team Lampre-Merida am Ende der vierten Etappe einem Massensturz. Während Bonifazio am Mt.Barker auf Rang Sechs sprintete, glich die Zielgerade hinter ihm einem Schlachtfeld. Tags darauf stand mit der Ankunft auf dem Willunga Hill die härteste Etappe der Tour Down Under auf dem Programm. Und wie schon im Finale der dritten Etappe zeigte Tsgabu Grmay seine Qualitäten am Berg: Der äthiopische Straßenmeister verpasste die Top-10-Platzierungen nur um zehn Sekunden und beendete die Etappe auf Rang 14.
 
Mit einer Distanz von 90 Kilometern schien die letzte, auf einem Rundkurs in Adelaide ausgefahrene Etappe der Tour Down Under nicht anspruchsvoll. Aber die vielen Richtungswechsel provozierten einige Stürze. Auch Manuele Mori musste im Verlauf der Etappe zu Boden und darum als einziger Fahrer vom Team Lampre-Merida die Rundfahrt aufgeben. Kurz darauf sorgte ein weitere Sturz dafür, dass sich das Feld spaltete. Im Sprint um den letzten Tagessieg kam Niccolo Bonifazio erneut auf Rang sechs, was ihm den zweiten Platz in der Punktewertung der Tour Down Under einbrachte. Da Tsgabu Grmay das Ziel im ersten Teil des Feldes erreichte, konnte er sich in der Gesamtwertung noch auf Rang 11 verbessern. In der Jungprofi-Wertung resultierte sogar ein fünfter Platz.  
 
Dass harte Bergankünfte im Januar noch zu viel des Guten sind, mussten die Fahrer vom Team Lampre-Merida bei der Tour de San Luis einsehen: Im Finale der vierten Etappe verlor Przemyslaw Niemiec auf dem Weg hinauf zum Alto el Amago fast vier Minuten, während Mattia Cattaneo nochmals eine Minute länger unterwegs war. Dafür zeigte Niemiec einen Tag später im kurzen Zeitfahren eine ansprechende Leistung: Als Siebter verlor er nur 34 Sekunden auf den Etappensieger Adriano Malori. Am folgenden Tag wartete eine weitere Bergankunft, und diesmal versuchte Mattia Cattaneo sein Heil in der Flucht: Er schaffte es in die Gruppe des Tages, wurde aber noch vor dem Schlussanstieg wieder gestellt und verlor bis ins Ziel noch über 12 Minuten.
 
Etwas besser erging es Przemyslaw Niemiec, der im Schlussanstieg nur rund drei Minuten auf den Tagessieger einbüßte. Dafür griff der Pole am folgenden Tag zusammen mit einigen anderen bekannten Fahrern schon früh an. Die Mannschaften der Sprinter hielten den Vorsprung der Ausreißer aber in engen Grenzen, so dass am Ende in San Luis zum dritten Mal ein Massensprint über den Tagessieg entscheiden musste. Sacha Modolo wurde von seinen Kollegen vom Team Lampre-Merida vorbildlich in Position gebracht, konnte diese Vorarbeit dann aber nicht in den ersten Saisonsieg oder zumindest eine weitere Podestplatzierung ummünzen. Stattdessen musste Modolo mit dem undankbaren vierten Platz Vorlieb nehmen.
 
 

Als nächste Rennen stehen für das Team Lampre-Merida im mittleren Osten die Dubai Tour (4. bis 7. Februar) und die Tour of Qatar (8. bis 13. Februar) sowie als Auftakt der Rennsaison in Italien der GP Costa Degli Etruschi (8. Februar) auf dem Programm.


Tour Down Under © bettiniphoto
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